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Wegen fehlender Fischerei-Lizenzen: Frankreichs Küstenwache eskortiert britisches Boot

© CC0 / Dimhou/PixabaySee (Symbolbild)
See (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.10.2021
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Die französische Küstenwache hat am Mittwoch zwei britische Boote, die in Gewässern vom Hafen Le Havre gefischt haben, mündlich gewarnt und eines der Boote zum französischen Hafen eskortiert. Das teilte die Meeresministerin Annick Girardin in der Nacht zum Donnerstag auf Twitter mit.
Da das zweite britische Boot keine Lizenz zum Fischen in dem Gewässer gehabt habe, übernehme jetzt die Justiz den Fall, hieß es weiter. Im Raum stünden eine Geldstrafe und die Beschlagnahme des Fangs.
Die Situation um Fischerei-Genehmigungen im Ärmelkanal spitzte sich zu, nachdem die französische Regierung am Donnerstag erklärt hatte, sie würde den Zugang für alle britischen Boote sperren, bis Großbritannien Lizenzen an französische Fischer ausgestellt habe, so der Sender „France 24“.
„Ich halte fest, dass wir bis jetzt einen Dialog geführt haben, wir haben heute die Hälfte der Fanglizenzen bekommen, aber das ist nicht genug und nicht akzeptabel“, wird der französische Europa-Staatssekretär Clement Beaune zitiert.
Laut Beaune kann Frankreich nicht in einem Vertrauensverhältnis mit dem Partner sein, der die Regeln nicht einhält.
„Also jetzt müssen wir die Sprache der Macht sprechen, denn das scheint das Einzige zu sein, was die britische Regierung versteht“, erklärte Beaune.
Am Mittwochabend hatte die französische Regierung angekündigt, dass vom 2. November an britische Fischerboote an bestimmten französischen Häfen nicht anlegen dürfen. Darüber hinaus würde die Sicherheit von britischen Schiffen regelmäßig überprüft. Es würden auch ständig LKWs kontrolliert, die im Vereinigten Königreich ankommen und die das Land verlassen.
Großbritannien hatte Frankreichs Entscheidung kritisiert, und der Brexit-Minister David Frost hatte sich enttäuscht gezeigt:
„Es ist sehr enttäuschend, dass Frankreich es heute spät am Abend für notwendig hielt, Drohungen gegen die britische Fischereiindustrie und anscheinend Händler insgesamt auszusprechen.“
Ihm zufolge hält sich Großbritannien an seine Verpflichtungen, die französischen Maßnahmen dagegen sollen dem Handels- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich widersprechen.
Brexit-Handelsvertrag
Im Brexit-Abkommen war das Erteilen von Lizenzen für europäische Fischer in einer Zone von sechs bis zwölf Seemeilen vor der britischen Küste vereinbart worden. Um eine Lizenz zu erhalten, muss ein Fischer nachweisen, dass er zuvor in diesen Gewässern aktiv war.
Fischer (Symbolbild) - SNA, 1920, 30.09.2021
Paris attackiert London im Streit um Fischerei-Lizenzen
Zwischen Frankreich und Großbritannien gibt es seit längerem Streit um die Umsetzung des Abkommens, auch im Bereich der Kanalinseln Jersey und Guernsey. Vor einigen Monaten war der Konflikt eskaliert, so dass kurzzeitig sogar Militärschiffe ausrückten.
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