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„Fällt mir schwer zu glauben, dass Herr Döpfner weiterhin Präsident des BDZV bleiben kann“

© AFP 2021 / BERND VON JUTRCZENKASpringer-Chef Mathias Döpfner (Archivbild)
Springer-Chef Mathias Döpfner (Archivbild) - SNA, 1920, 28.10.2021
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Mit seiner Äußerung, alle deutschen Journalisten außer Julian Reichelt seien Propaganda-Assistenten eines Unrechtsstaates, habe Springer-Chef Mathias Döpfner der Branche einen Bärendienst erwiesen, sagt Richard Rebmann, Chef der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH).
Die „Kontext Wochenzeitung“ hat im Zuge der Diskussionen um Mathias Döpfner, Springer-CEO und Präsident des Bundesverbandes Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), dreizehn Zeitungshäuser in Baden-Württemberg nach ihrer Meinung gefragt. Seine persönliche Einschätzung gab lediglich Richard Rebmann, Chef der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH). Kritisch ging der 63-jährige Jurist mit den Aussagen Döpfners ins Gericht.
Es gebe Themen, zu denen man als Verleger und Herausgeber nicht schweigen dürfe, so Rebmann einleitend. Mathias Döpfner schätze er als visionären und mutigen Unternehmer, und er habe dem BDZV wichtige zukunftsweisende Impulse gegeben. Doch dessen aktuelle Äußerungen müssten unabhängig davon betrachtet werden. „Mit seiner Behauptung vom feigen Journalisten, alle außer Reichelt, der nur die staatliche Propaganda eines Unrechtsstaats veröffentlicht, hat er unserer Branche und allen Journalisten einen Bärendienst erwiesen. Wir leben von der Glaubwürdigkeit unserer Medien und dem Mut unserer Journalisten zur investigativen Recherche, und von der Verantwortung der Verleger, die Ergebnisse dieser journalistischen Arbeit zu veröffentlichen. Dies rechtfertigt unser Wächteramt.“ Diesem Anspruch würden die Journalisten auch gerecht werden, ist sich Rebmann sicher. „Mit seinen Äußerungen hat Herr Döpfner leider radikalen, rechten Kräften Vorschub geleistet, die von einer gelenkten Presse ausgehen.“
Axel Springer (Archivbild) - SNA, 1920, 25.10.2021
Drohschreiben und fragwürdige Entschuldigungen – Wie Springer mit der Causa Reichelt umgeht
Der BDZV habe die Aufgabe, die Unabhängigkeit der deutschen Verlage zu wahren und das Ansehen der Verlage zu fördern, stellt Rebmann klar, der selbst bis 2018 BDZV-Vizepräsident war. „Ohne klare Distanzierung von seinen Aussagen fällt es mir schwer zu glauben, dass Herr Döpfner weiterhin Präsident des BDZV bleiben kann."
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