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Nach Drohneneinsatz im Donbass: Kiews Botschafter weist Abmahnung aus Deutschland entschieden zurück

CC BY-SA 2.0 / Stephan Roehl / Wikimedia CommonsAndrej Melnyk (Archivbild)
Andrej Melnyk (Archivbild) - SNA, 1920, 28.10.2021
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Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrej Melnyk, hat in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung seine Unzufriedenheit über die Reaktion Deutschlands auf den Drohnenangriff des ukrainischen Militärs im Donbass geäußert.
„Die ukrainische Seite weist die heutige Abmahnung des Auswärtigen Amtes entschieden zurück“, sagte Melnyk am Donnerstagabend mit Blick auf die Äußerungen einer Sprecherin des Auswärtigen Amtes, nach denen „alle Seiten“ des Konfliktes „Drohnen einsetzen, was laut der Minsker Vereinbarung allein der OSZE vorbehalten ist“. Die Bundesregierung rufe daher „alle Seiten zur Deeskalation auf“, so die Sprecherin.
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Laut dem ukrainischen Botschafter hat sein Land „das legitime Recht auf Selbstverteidigung, wenn sein Staatsgebiet Tag und Nacht mit schweren russischen Waffen beschossen wird und Zivilisten und Soldaten getötet werden“. Melnyk wiederum rief „die Bundesregierung dazu auf, statt Besorgnis über die dramatische Lage in den besetzten Gebieten zu äußern, lieber ihre Bemühungen als Vermittler zu verdoppeln, um wie vereinbart einen Normandie-Gipfel in Berlin einzuberufen und Moskau in die Schranken zu weisen“.
Am Dienstag hatte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine laut eigenen Angaben den ersten Kampfeinsatz einer türkischen Bayraktar-Drohne im Donbass durchgeführt. Bayraktar soll ein Artilleriegeschütz mit einer gesteuerten Bombe zerstört haben.
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Im April 2014 starteten die ukrainischen Behörden eine Militäroperation gegen die selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk, die nach dem Staatsstreich in der Ukraine im Februar 2014 ihre Unabhängigkeit verkündet hatten. Die Scharmützel in der Region gehen weiter, obwohl zusätzliche Maßnahmen ergriffen wurden, um einen Waffenstillstand zu gewährleisten.
Die Minsker Vereinbarung vom September 2014 sieht ein vollständiges Schießverbot vor. Dazu gehört unter anderem auch die Aufstellung von Waffen in der Nähe von Siedlungen sowie Offensiv- und Aufklärungs-Sabotageaktionen, darunter Drohnen-Einsätze.
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