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Rund 400 SS-Verbrecher noch am Leben, die am Völkermord in Weißrussland beteiligt waren – Behörde

© SNA / POOL / Zur BilddatenbankDie Flaggen von Russland und WEißrussland
Die Flaggen von Russland und WEißrussland - SNA, 1920, 28.10.2021
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Laut Andrej Schwed, dem Generalstaatsanwalt von Belarus, sind mehr als 400 noch lebende SS-Männer identifiziert worden, die während des Großen Vaterländischen Krieges am Völkermord an den Bewohnern der damaligen Weißrussischen SSR beteiligt gewesen waren. Ihm zufolge hilft Russland Minsk dabei, deren Aufenthaltsort ausfindig zu machen.
„Unsere russischen Kollegen liefern uns Informationen über den Aufenthaltsort einiger noch lebender Nazis. Dank ihnen haben wir diese Informationen erhalten, überprüft und uns überzeugt, dass diese Schurken am Leben sind, und wir bringen das Problem bei den Strafverfolgungsbehörden von mindestens 17 Staaten zur Sprache, damit diese Menschen für die begangenen Verbrechen bestraft werden“, sagte Schwed am Donnerstag in Minsk nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Igor Krasnow.
„Wir sprechen heute von mehr als 400 lebenden SS-Männern, aus jenen Einheiten, die während des Großen Vaterländischen Krieges direkt auf dem Territorium Weißrusslands Menschen getötet haben“, so der weißrussische Generalstaatsanwalt weiter.
Die Frage der Untersuchung des Völkermords an der Bevölkerung des früheren Weißrussland (heute Belarus) während des Großen Vaterländischen Krieges sei am Donnerstag auch bei einem Treffen der Generalstaatsanwälte von Belarus und Russland mit dem Präsidenten Alexander Lukaschenko in Minsk eingehend erörtert worden, hieß es.

„Heute haben wir ausführlich über gemeinsame Maßnahmen und Aktivitäten zu diesem Thema diskutiert und den Präsidenten von Belarus informiert. Das Erste, was uns zufrieden stellt, und wir sehen, dass es in naher Zukunft noch mehr Ergebnisse in diese Richtung geben wird, ist die Arbeit mit Archivdokumenten. Eine beträchtliche Menge an Informationen im Zusammenhang mit der Dokumentation von kriminellen Handlungen, darunter der noch lebenden Nazis, wird in den Archiven der Russischen Föderation aufbewahrt“, teilte Schwed mit.

Es sei für Minsk sehr wichtig, noch mehr konkrete und substanzielle Beweise zu beschaffen, um diese dann den Kriegsverbrechern präsentieren zu können, zusammen mit den Beweisen, die in Belarus bei der Untersuchung des Völkermordes gewonnen würden.
„Wir studieren die Erfahrungen unserer russischen Kollegen bei der Untersuchung solcher Fälle, und sie berücksichtigen wiederum die Ergebnisse, die wir in Belarus erhalten“, fügte der belarusische Generalstaatsanwalt hinzu.
Auktion (Symbolbild) - SNA, 1920, 23.09.2021
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Im April hatte Schwed bekannt gegeben, ein Strafverfahren wegen Völkermordes an der Bevölkerung der Weißrussischen SSR während des Großen Vaterländischen Krieges eingeleitet zu haben. Er stellte damals fest, dass Minsk die Auslieferung von noch lebenden Kriegsverbrechern für ein offenes Verfahren auf dem Territorium der Republik zur Sprache bringen werde.
Schwed erklärte auch, dass die belarusische Seite beabsichtigen würde, dem Internationalen Strafgerichtshof Beweise vorzulegen, damit das Verfahren zur Anerkennung des Völkermordes während des Zweiten Weltkrieges eingeleitet werden könne. Das erste Paket von Dokumenten solle noch in diesem Jahr erstellt und bis Jahresende an alle Generalstaatsanwälte der Europäischen Union (EU) übergeben werden, hieß es weiter.
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