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Russische Sensoren erfassen Gammablitze aus fernen Galaxien

Asteroid Bennu - SNA, 1920, 27.10.2021
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Wenn es zu Gammablitzen kommt, wird so viel Energie frei, wie die Sonne in Milliarden von Jahren freisetzen würde. Diese Energieausbrüche zu registrieren und nachzuverfolgen, ist die Mission des InterPlanetary Network: eines internationalen Verbunds von Raumsonden und Satelliten. Auch russische Technik ist in dieses Netzwerk eingebunden.
Über den Ursprung der kosmischen Gammablitze wissen die Wissenschaftler nur wenig. Mutmaßlich hängen sie mit Explosionen von Supernovae und Neutronensternen bzw. mit der Absorption von Sternen durch Schwarze Löcher zusammen. Die Herde der Gammablitze sind Milliarden von Lichtjahren entfernt. Ihre Position wird anhand mehrerer Messungen von Sensoren ermittelt, die an unterschiedlichen Stellen im Weltraum stationiert sind. Ausschlaggebend dabei ist die zeitliche Abweichung bei der Registrierung der Blitze durch die jeweiligen Sensoren, die zu einem einheitlichen System zusammengeschlossen sind: dem InterPlanetary Network.
„An diesem Programm, dem InterPlanetary Network, sind gegenwärtig sechs Geräte beteiligt, die in verschiedenen Raumsonden installiert sind. Nur zwei dieser Geräte befinden sich auf interplanetarer Entfernung zur Erde: das MGNS auf der Flugbahn zum Merkur und das HEND an Bord der NASA-Sonde ‚Mars Odyssey‘. Beide Geräte sind in unserem Institut entstanden“, heißt es in einer Mitteilung des Instituts für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften.
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Nach Angaben des Instituts wurden binnen weniger Tage nach der Aufnahme des MGNS-Sensors in das InterPlanetary Network die Positionen zweier Gammablitze registriert. Der eigentliche Verwendungszweck dieses Gerätes ist die Erforschung der Oberfläche und der Polargebiete des Merkur. Dafür wurde es auf der Raumsonde „BepiColombo“ der europäischen Raumfahrtagentur ESA und der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA installiert, die sich derzeit auf dem Weg zum Merkur befindet. Gammablitze zu erfassen, ist nur eine Nebentätigkeit des russischen Sensors.
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