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Massentötung von Nerzen hat Nachspiel für Regierungschefin in Dänemark

© SNA / Kirill SchipizynNerz
Nerz - SNA, 1920, 27.10.2021
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Im vergangenen Jahr sind in Dänemark aufgrund einer vermuteten Corona-Mutation Millionen Nerze notgeschlachtet worden. Nun droht der Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, die für die Massentötung verantwortlich war, erneut Ärger.
Wie eine zur Untersuchung des Vorgehens eingesetzte Kommission am Mittwoch verschiedenen dänischen Medien mitteilte, wurde vergebens versucht, bestimmte SMS-Nachrichten aus der Zeit zu erhalten, in der die Entscheidung zum Keulen der Pelztiere getroffen wurde.
Frederiksen und drei ihrer engsten Mitarbeiter sollen ihre Telefone demnach so eingestellt haben, dass SMS automatisch nach 30 Tagen gelöscht wurden.
Die Nerz-Kommission wurde eingesetzt, um zu untersuchen, was im November 2020 in dem auch international aufsehenerregenden Fall genau passierte. Damals hatte Frederiksen die Tötung aller Zuchtnerze im Land verkündet. Begründet wurde die Maßnahme damit, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf Menschen übertragen habe. Es handelte sich um etwa 15 Millionen Tiere.
Wie sich später herausstellte, fehlte für die Maßnahme aber die rechtliche Grundlage. Diese wurde erst im Nachhinein geschaffen. Der damals zuständige Lebensmittelminister Mogens Jensen trat im Zuge der Kontroverse zurück.
Ein Nerz - SNA, 1920, 07.04.2021
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Bei ihren Untersuchungen hatte die Kommission auch um den Nachrichtenverlauf zentraler Personen aus dem Zeitraum September bis Dezember 2020 gebeten. Gegenüber führenden dänischen Medien wie den Sendern DR und TV2 unterstrich die Staatskanzlei nun, dass die SMS nicht zielgerichtet gelöscht worden seien und auch gegen keine Regeln verstoßen worden sei. Die Nerz-Kommission will demnach dennoch sehen, dass die Nachrichten wiederhergestellt werden. Frederiksen soll planmäßig am 9. Dezember von der Kommission befragt werden.
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