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Gazprom soll Gaslieferungen nach Europa ab November erhöhen – Putin

© SNA / POOL / Zur BilddatenbankPutin beim Eastern Economic Forum, September 2021
Putin beim Eastern Economic Forum, September 2021 - SNA, 1920, 27.10.2021
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Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Staatskonzern Gazprom angewiesen, die Lieferungen nach Deutschland und Österreich zu erhöhen, sobald die unterirdischen Speicher in Russland aufgefüllt sind.
Wladimir Putin hat den Gazprom-Vorstandschef, Alexej Miller, aufgefordert, ab dem 8. November mit der „reibungslosen und geplanten Arbeit zur Erhöhung des Gasvolumens“ in den Untergrundspeichern Österreichs und Deutschlands zu beginnen.
Dies soll laut Putin ermöglichen, die vertraglichen Gaslieferverpflichtungen gegenüber den europäischen Partnern im Herbst und Winter „zuverlässig, stabil und rhythmisch“ zu erfüllen. „Und unter anderem wird es natürlich eine günstigere Situation auf dem Energiemarkt in Europa insgesamt schaffen“, fügte Putin hinzu. Gazprom-Chef Miller versprach seinerseits, den Forderungen nachzukommen.

Lage auf europäischem Energiemarkt instabil

Putin betonte, dass die Lage auf dem Energiemarkt weiterhin äußerst instabil sei, insbesondere in Europa. Der Stand der Gasreserven in den europäischen Untergrundspeichern liege nämlich deutlich unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Wie Putin weiter sagte, bezieht er sich in erster Linie auf die Situation auf dem europäischen Erdgasmarkt, wo „die Preise für so genannte Spot- oder Kurzzeitverträge immer noch über 1.000 Dollar pro 1.000 Kubikmeter liegen“.
Der russische Präsident wies darauf hin, dass die Gründe für diese Situation immer wieder genannt worden seien. Dazu gehörten der Rückgang der Eigenproduktion von Gas in Europa und die Verringerung der Flüssiggaslieferungen an die europäischen Märkte – vor allem aus den USA. „Sie (die USA – Anm.d.R.) haben erhebliche Mengen vom europäischen Markt zurückgezogen. Im Übrigen hat Gazprom das wieder wettgemacht. Wir haben sogar mehr als die Menge geliefert, die die Amerikaner und die nahöstlichen Lieferanten zurückgezogen haben“, sagte er.
Dabei sei die Nachfrage nach Gas gestiegen. Dies sei auf den Rückgang der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und auf die Schließung konventioneller Erzeugungsanlagen zurückzuführen. „Offensichtlich ist alles die Ursache für dieses Ungleichgewicht“, so der russische Staatschef abschließend.
Kritiker von Gazprom vermuteten zuletzt, dass der Konzern nicht auf die erhöhte europäische Nachfrage reagiere, um eine rasche Inbetriebnahme der Pipeline Nord Stream 2 zu erzwingen. Die russische Seite hatte solche Anschuldigungen mehrfach zurückgewiesen.
Gaspipelines - SNA, 1920, 25.10.2021
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