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Erstmals seit Putsch in Myanmar: Aung San Suu Kyi sagt vor Gericht aus

© REUTERS / POOL NewMyanmars entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi (Archivbild)
Myanmars entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi (Archivbild) - SNA, 1920, 27.10.2021
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Myanmars entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi hat erstmals seit ihrer Inhaftierung nach dem Putsch Anfang Februar selbst vor Gericht ausgesagt. Dies berichten lokale Medien.
Laut dem Nachrichtenportal „Myanmar Now“ bestritt Suu Kyi vor dem Gericht in Naypyitaw am Dienstag die von der Junta gegen sie erhobenen Vorwürfe.
Das Portal berief sich dabei auf einen Anwalt der 76-Jährigen. Während der Anhörung am Dienstag sei Suu Kyi in der Lage gewesen, „ihre Unschuld sehr gut zu verteidigen“, sagte ein Mitglied ihres Anwaltsteams, das unter Bedingung der Anonymität sprach.
Weitere Details wurden nicht angegeben: Die Militär-Junta hatte dem Anwaltsteam der ehemaligen Regierungschefin untersagt, mit den Medien über die Anhörung zu sprechen. Der Hauptanwalt Khin Maung Zaw erhielt Anfang des Monats ein Redeverbot von einem lokalen Verwaltungsbeamten. Zuvor hatte Khin Maung Zaw den Medien von der Aussage des entmachteten Präsidenten Win Myint berichtet, der vor Gericht ausgesagt haben soll, dass Generäle während des Putsches versucht hätten, ihn zum Rücktritt zu zwingen. Dabei hätten die Militärs ihm mit „Schaden“ gedroht, falls er sich weigern sollte.
Nach Informationen der Zeitung „The Irrawaddy“ wurde ein weiterer Anwalt von Aung San Suu Kyi, der regelmäßig mit den Medien gesprochen hatte, drei Tage vor der Aussage seiner Mandantin suspendiert. „Die Junta sagte, dass die Anwälte das Land durch ihre Äußerungen in den Medien destabilisieren könnten“, so die Zeitung.
Suu Kyi wurde zusammen mit dem gestürzten Präsidenten Win Myint und dem ebenfalls gestürzten Bürgermeister der Hauptstadt Naypyitaw, Myo Aung, angeklagt, weil sie in zwei von der Partei National League for Democracy (NLD) veröffentlichten Erklärungen die Militärjunta angeprangert hatten.
Der gestürzten Regierungschefin drohen außerdem zehn weitere Anklagen und insgesamt eine jahrzehntelange Haftstrafe.
Menschen in Myanmar  - SNA, 1920, 28.09.2021
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Aung San Suu Kyi war im Laufe des Militärputsches vom 1. Februar entmachtet worden, als das Militär in Myanmar die damalige Regierung gestürzt und die zivilen Anführer verhaftet hatte. Es begründete sein Vorgehen mit einem angeblichen massiven Wahlbetrug bei den Parlamentswahlen 2020 zugunsten der damals regierenden Partei NLD und der Ablehnung der Behörden, die mutmaßlichen Missstände zu untersuchen.
Die Friedensnobelpreisträgerin befindet sich im Hausarrest. Ihr werden mehrere Vergehen vorgeworfen, darunter Verstöße gegen Außenhandelsgesetze, Verletzung von Corona-Maßnahmen und Anstiftung zum Aufruhr. Die Orte, an denen Suu Kyi und Win Myint festgehalten werden, werden von den Behörden nicht verraten.
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