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Deutschland muss erstmals für verpasste EU-Klimaziele bezahlen

Emissionen - SNA, 1920, 27.10.2021
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Deutschland hat seine Klimaziele für das Jahr 2020 nicht erreicht und muss nun auf Beschluss der EU-Kommission Ausgleichszahlungen leisten.
Laut dem Bundesumweltministerium hat Deutschland seine Verpflichtungen für das vorige Jahr nicht erfüllt. Dies hatte zuvor die EU-Kommission kurz vor dem Weltklimagipfel festgestellt.
Das Land muss nun für das erste Mal 22 Millionen sogenannte Emissionseinheiten zukaufen. Der genaue Preis ist noch unklar.
Mit den Rechtsvorschriften zur Lastenteilung (Efford Sharing Desision, ESD) hatten die EU-Mitgliedstaaten verbindliche Jahresziele für die Reduzierung der Treibhausgasemissionen in den Zeiträumen 2013-2020 und 2021-2030 festgelegt. Diese Ziele betreffen Emissionen aus den meisten Sektoren, die nicht unter das EU-Emissionshandelssystem fallen, so wie beispielsweise die Sektoren Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfall.
Im Rahmen der ESD sollten die gesamten EU-Emissionen aus diesen Sektoren bis 2020 um etwa zehnProzent und bis 2030 um 30 Prozent gegenüber dem Stand von 2005 reduziert werden.
Deutschland sollte im Rahmen der ESD seine Emissionen um 14 Prozent bis zum Jahr 2020 gegenüber 2005 mindern. Obwohl in der Corona-Krise 2020 die meisten Sektoren die Ziele noch erreichen konnten, verfehlte etwa der Bau-Bereich sie in Deutschland.
Auch Malta, Irland, Finnland, Bulgarien und Zypern haben nach Angaben der Nachrichtenagentur „Reuters“ ihre Ziele nicht erreicht. Die Staaten müssen die sogenannten Emissionseinheiten bei anderen Ländern kaufen, die ihre Ziele übererfüllt haben.
Vor allem die osteuropäischen Länder haben ungenutzte Emissionszertifikate. Mit diesen Ländern könnte das Bundesumweltministerium nun ins Gespräch kommen.
Kohlekraftwerk im Ruhrgebiet  - SNA
Klima in Deutschland: Erwärmung

Die mittlere Temperatur in Deutschland ist seit 1881, dem Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen, gestiegen. Das vergangene Jahrzehnt war rund 1,9 Grad Celsius wärmer als die ersten Jahrzehnte der Beobachtungen, folgt aus dem 2020 veröffentlichten Bericht des Deutschen Wetterdienstes „Was wir heute über das Extremwetter in Deutschland wissen“. Damit stiegen die Temperaturen hierzulande deutlich stärker als im weltweiten Durchschnitt. Neun der zehn wärmsten Jahre traten in den letzten 20 Jahren auf. Drei Jahre waren sogar mehr als 2,5 Grad wärmer als die Werte zwischen 1881 und 1910.

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Windräder (Symbolbild) - SNA, 1920, 27.10.2021
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