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„Pimmelgate“ geht in die nächste Runde: Katz- und-Maus-Spiel zwischen Linksautonomen und Polizei

CC BY-SA 3.0 / Sandro Halank / Wikimedia CommonsHamburgs Innensenator Andy Grote
Hamburgs Innensenator Andy Grote - SNA, 1920, 26.10.2021
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3:2 steht es für die „Rota Flora“ in der neusten Runde „Pimmelgate“. Seit dem Wochenende liefern sich Linksautonome und die Polizei in Hamburg ein Wettrennen um ein Plakat, das die einen anbringen, die anderen übermalen.
„Andy, du bist so 1 Pimmel“ – diese Aufschrift prangt seit Samstag am linksautonomen Kulturzentrum „Rote Flora“ im Hamburger Schanzenviertel. Genauer gesagt, mal prangt sie da, mal nicht. Denn seit Sonntagmorgen liefern sich die Linksautonomen mit der Hamburger Polizei ein Wettrennen um das Plakat. Die Polizei sieht darin eine Beleidigung von Hamburgs Innensenator Andy Grote (38). Deswegen übermalten die Beamten das Plakat am Sonntagmorgen mit schwarzer Farbe.
Die Urheber des Plakats sahen dies offenbar als Herausforderung und erneuerten den Schriftzug umgehend mit weißer Farbe. Am Montag übermalte die Polizei den Spruch ein zweites Mal. Die Reaktion der Linksautonomen kam noch am selben Abend – sie erneuerten den Spruch. 3:2 für die „Rote Flora“, freut sich dieser Twitter-Nutzer:
Wie das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” berichtet, waren in den letzten Wochen auch zahlreiche Aufkleber mit diesem Slogan im Umfeld der Wohnung des Senators aufgetaucht und sind ebenfalls von der Polizei entfernt worden. Es wird spekuliert, dass der Spruch auf einen Tweet aus dem Mai zurückgeht, bei dem der User als Reaktion auf einen Tweet von Grote schrieb „Du bist so 1 Pimmel“. Zuvor hatte der SPD-Politiker Menschen, die trotz Corona im Schanzenviertel feierten, als „ignorant“ bezeichnet. Und das, obwohl er selbst zu Beginn der Pandemie seine neuerliche Berufung zum Innensenator unter Missachtung der Corona-Regeln in einer Kneipe gefeiert hatte und dafür mit einer Geldstrafe belegt worden war. Grote hatte den Verfasser des Tweets wegen Beleidigung angezeigt. Auf Twitter trendete die ganze Geschichte unter dem Hashtag #Pimmelgate, als die Staatsanwaltschaft im September die Wohnung des mutmaßlichen Urhebers des Tweets durchsuchte.
Mit dem Plakat-Wettstreit kehrt #Pimmelgate nun zurück und gibt reichlich Anlass für Kopfschütteln und Häme. So sagte Deniz Celik, Innenexperte der Linksfraktion, laut RND, das Ganze sei ein „politisches Armutszeugnis“. Es sei nicht Aufgabe von Polizei und Staatsanwaltschaft, „das fragile Ego des Innensenators zu verteidigen“.
„Wer hat den größten Pinsel?“ titelte auch die „Hamburger Morgenpost“ am Dienstag augenzwinkernd.
Wie der NDR am Dienstag meldet, hat die Polizei offenbar keine Lust mehr auf das Spiel und will das Plakat nicht mehr übermalen. Eine Sprecherin der Polizei habe erklärt, die Polizei habe mit der Staatsanwaltschaft die Handlungsoptionen ausgelotet. Bei Grundwiederholung der Aussage und dem Wissen, dass Hamburgs Innensenator Andy Grote bei gleichlautenden Beleidigungen nicht gewillt sei, Strafantrag zu stellen, könne die Polizei auf Erstattung einer Anzeige verzichten. Das Plakat werde nicht mehr übermalt.
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