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Nach langen Kontroversen: Japanische Prinzessin Mako heiratet ihre Studienliebe

© AP Photo / Nicolas DaticheDie japanische Prinzessin Mako heiratet ihre Universitätsliebe Kei Komuro
Die japanische Prinzessin Mako heiratet ihre Universitätsliebe Kei Komuro - SNA, 1920, 26.10.2021
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Die japanische Prinzessin Mako, Nichte des Kaiser Naruhito, hat am Dienstag ihren ehemaligen Universitätskommilitonen Kei Komuro geheiratet und ist daher aus dem Kaiserhaus ausgeschieden. Dies berichtete der TV-Sender NHK.
Das japanische Haushofamt reichte am Dienstag für das Paar die notwendigen Unterlagen zur amtlichen Registrierung der Heirat bei den Behörden ein.
Die Prinzessin, die am vergangenen Samstag ihren 30. Geburtstag gefeiert hatte, verließ am Dienstagmorgen den kaiserlichen Sitz Akasaka in Tokio, und wurde dabei von ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester verabschiedet.
Komuro ist ein Bürgerlicher und zurzeit bei einer Anwaltskanzlei in New York tätig, zuvor hatte er Jura in den USA studiert. Das Paar kennt sich seit der Zeit ihres Universitätsstudiums, 2012 trafen sie sich zum ersten Mal.
Die Hochzeit war ursprünglich für November 2018 geplant gewesen, später jedoch wegen öffentlicher Kritik verschoben worden. Als Auslöser galt ein Konflikt zwischen der Mutter des Bräutigams und einem Mann, mit dem sie einmal verlobt gewesen war. Dieser hatte behauptet, eine Geldsumme geliehen zu haben, die unter anderem für das Universitätsstudium von Kei Komuro ausgegeben worden sein soll.
Komuro und seine Mutter bestanden zunächst darauf, dass das Geld kein Darlehen, sondern ein Geschenk gewesen sei. Später zeigte sich Komuro bereit, die Geldsumme zurückzuzahlen. Der Streit ist offenbar nicht vollständig geregelt. Prinzessin Mako musste daher auf eine Mitgift im Wert von bis zu 150 Millionen Yen (umgerechnet 1,13 Millionen Euro) verzichten, die weibliche Mitglieder der kaiserlichen Familie traditionell bei ihrem Ausscheiden aus dem Kaiserhaus erhalten. Auf diese Weise sollten offenbar Vorwürfe unterbunden werden, dass das Ehepaar die Schulden der Familie Komuro aus den Steuerzahlermitteln tilgen könnte. Auch auf die am Hofe üblichen traditionellen Hochzeitszeremonien wurde verzichtet.
Laut dem Hofamt hat die jahrelange negative Berichterstattung bei Mako zu einer posttraumatischen Belastungsstörung geführt. Bei einer Pressekonferenz anlässlich der Eheschließung gaben die beiden Neuvermählten nur kurze Statements ab. Zudem erhielten die Reporter schriftliche Antworten auf fünf im Voraus ausgewählte Fragen. Die nun ehemalige Prinzessin entschuldigte sich unter anderem für mögliche Unannehmlichkeiten durch ihre Heirat. Sie verstehe, dass Menschen verschiedene Meinungen über ihre Ehe haben könnten. Allerdings sei Komuro ein unabdingbarer Teil ihres Lebens, sagte Mako. „Für uns war die Ehe eine Entscheidung, die notwendig ist, um das Leben fortzusetzen und unsere Herzen zu bewahren“, äußerte sie.
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Auch Kei Komuro entschuldigte sich für alle Umstände, die er im Zusammenhang mit der umstrittenen Ehe verursacht habe. „Inzwischen ist vieles passiert, aber dank der Menschen, die uns unterstützt haben, konnte ich den Glauben aufrechterhalten, dass ich mit Mako durchs Leben gehen will. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken“, betonte er. Komuro versprach, dass er sein Bestes tun werde, um die finanziellen Streitigkeiten zwischen seiner Mutter und ihrem Ex-Verlobten so schnell wie möglich zu regeln.

Protestdemo gegen Heirat der Prinzessin

Rund 130 Menschen haben am Dienstag im Stadtzentrum von Tokio gegen die Eheschließung der Prinzessin protestiert. Die Demonstrierenden trugen Plakate mit der Forderung, die Heirat zu verhindern, um „Betrug zu unterbinden“ und „die kaiserliche Familie zu schützen“. Viele Plakate zeigten Bilder von Kei Komuro und seiner Mutter.
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Mako und Kei Komuro wollen nach der Hochzeit in die Vereinigten Staaten ziehen. Bevor es in die neue Heimat geht, muss die ehemalige Prinzessin noch ihren ersten Pass beantragen: Denn als Mitglied der kaiserlichen Familie hat sie bislang keinen.
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