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„Konformistisches Bevormundungs-Denken“: Weidel unterstützt Kimmichs Impfskepsis

© REUTERS / POOLAlice Weidel (AfD)
Alice Weidel (AfD) - SNA, 1920, 25.10.2021
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AfD-Fraktionschefin Alice Weidel hat dem Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich, der jüngst seine Skepsis gegenüber Corona-Impfungen zum Ausdruck gebracht hatte, ihre Unterstützung zugesprochen. Sie bezeichnete seine Entscheidung demnach als zu respektierende „Privatsache“, auf die jeder Bürger das Recht hat.
„Dass Herr Kimmich nun laufend genötigt wird, sich für seine persönliche Entscheidung zu rechtfertigen, ist übergriffig und offenbart eine bedenkliche Ausbreitung von konformistischem Bevormundungs-Denken“, erklärte die AfD-Fraktionschefin am Montag.
Auch auf ihrer Twitter-Seite bezeichnete Weidel die um die Corona-Impfskepsis des Fußballspielers entflammte Debatte als „grotesk“ und schrieb von „einer rationalen Entscheidung“ eines Erwachsenen hinsichtlich einer medizinischen Behandlung:
"Die Impf-Debatte um Joshua Kimmich ist grotesk. Herr Kimmich hat als Erwachsener eine rationale Entscheidung hinsichtlich einer medizinischen Behandlung betroffen. Diese Entscheidung ist seine Privatsache; sie ist ebenso zu respektieren wie die eines jeden anderen Bürgers!"
Auf die Reaktion der Fraktionschefin folgte prompt die der eigenen Partei. Die AfD bekräftigte die Position Weidels und kommentierte den Beitrag dahingehend, dass Kimmich mit Absicht als Zielscheibe für Kritik benutzt werde, um Panikmache zu betreiben:

Kimmich sei „Falschinformation aufgesessen“

Die Ethikrat-Vorsitzende, Alena Buyx, brachte am Montag bei Sky Sport News HD die Hoffnung zum Ausdruck, dass es sich der Fußballspieler mit dem Impfen doch noch anders überlege.
Kimmich sei „einer Falschinformation aufgesessen. Er ist ganz schlecht beraten. Das ist etwas, was sich jetzt noch mal stark verbreitet hat und es wäre toll, wenn er seine Plattform genutzt hätte, um sich besser beraten zu lassen, um dann auch in der Hinsicht ein Vorbild zu sein“, erklärte Buyx.
Es sei zwar Kimmichs persönliche Entscheidung, aber der 26-Jährige sei „ein Vorbild, dem Millionen Menschen zuhören würden“, so die Ethikrat-Vorsitzende weiter. Es komme jetzt darauf an, gut aufzuklären, dass es diese Form von Langzeitwirkungen nicht gebe.
„Dass die Leute jetzt nicht denken, weil er Sorge hat, muss ich auch Sorge haben“, so Buyx.
Es wäre wünschenswert, wenn sich Kimmich noch mal beraten lasse und „sich dann auch zur Impfung entscheidet. Das ist nicht nur für ihn selbst eine gute Sache, sondern auch für seine Mannschaft, seinen Verein und letztlich für uns alle, jede Impfung zählt“, sagte Buyx.
Kimmich habe nach wie vor ein wahnsinnig hohes Risiko, sich mit der Deltavariante anzustecken, und „es gibt Profisportler, die monatelang gebraucht haben, um wieder fit zu werden.“
Leiter der Ständigen Impfkommission Thomas Mertens - SNA, 1920, 25.10.2021
Nur wenig Nebenwirkungen: Stiko-Chef Mertens weist Kimmichs Bedenken zu Corona-Impfung zurück

„Kein Fachmann in Fragen der Impfung“

Kimmich hatte am Samstag im Interview des TV-Senders Sky bestätigt, gegen das neuartige Coronavirus nicht geimpft zu sein. Dennoch sieht er sich nicht als Corona-Leugner oder Impfgegner.
Er sei sich seiner „Verantwortung bewusst“ und halte sich an die Hygienemaßnahmen, sagte Kimmich eingehend auf mögliche Vorwürfe. Beim deutschen Rekordmeister würden alle nicht geimpften Spieler alle zwei bis drei Tage getestet. Aus Sicht des Fußballspielers soll jeder die Entscheidung für sich selbst treffen.
Daraufhin hat der Leiter der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, die Bedenken von Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich zur Corona-Impfung wegen fehlender Langzeitstudien zurückgewiesen, wie die DPA berichtete. Mertens zufolge ist es nur zu einigen Nebenwirkungen gekommen, die alle recht kurze Zeit nach der Impfung aufgetreten sind.
Mertens hat darauf verwiesen, dass Kimmich „ein ausgewiesener Fachmann in Fragen des Fußballs, aber kein Fachmann in Fragen der Impfung und der Impfstoffe“ sei.
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