Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Kinder dreimal pro Woche testen: Lauterbach warnt vor steigenden Corona-Zahlen in Schulen

Karl Lauterbach (Archivbild) - SNA, 1920, 25.10.2021
Abonnieren
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach befürchtet einen starken Anstieg von Corona-Ausbrüchen an deutschen Schulen. Angesichts des näher rückenden Winters hob er die Wichtigkeit von mehrmaligen wöchentlichen Tests bei Schulkindern hervor.
„Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Auch in den Betrieben werde es, so der Gesundheitspolitiker, Ansteckungsketten geben. Dasselbe gelte für Bars und Restaurants. „Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten.“ In diesem Zusammenhang schlug Lauterbach Folgendes an Schulen vor:
„Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen.“
Dazu solle es fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten geben.
„So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden“, brachte es Lauterbach auf den Punkt.
Ihm täten die Kinder leid, die jetzt dem Long-Covid-Risiko ausgesetzt seien.

Ausstattung in Schulen verbesserungsbedürftig

Die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, meinte ihrerseits, bundesweit betrachtet seien die Schulen in diesem Herbst in Sachen Gesundheitsprävention besser aufgestellt als vor einem Jahr, die Impfquote unter den Beschäftigten in den Schulen sei außerordentlich hoch.
Sie kritisierte aber zugleich, dass viele Schulen immer noch nicht mit Luftfiltern ausgestattet seien – hier herrsche dringender Handlungsbedarf, sagte sie.
Corona-Testzentrum (Hagen) - SNA, 1920, 11.10.2021
Kostenpflichtige Corona-Tests – „Impfpflicht durch die Hintertür“ oder fair?

Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen

Im Juni hatte sich Lauterbach dafür ausgesprochen, Kinder und Jugendliche massenhaft zu impfen.
Anfang Juli war es in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ zu Zoff zwischen dem Virologen Hendrik Streeck und dem SPD-Gesundheitsexperten wegen der Kinderimpfung gekommen. Lauterbach soll die Stiko, die eine generelle Impfempfehlung für Kinder lange Zeit verweigerte, dauerhaft herausgefordert haben. In der Sendung legte er bei den Kinderimpfungen nach:
„Wenn wir es nicht machen, werden wir in den Schulen im Herbst eine massive Durchseuchung mit der Delta-Variante sehen. Dann impfen wir im Prinzip die Kinder durch Durchseuchung.“
Streeck ging dabei direkt in die Offensive und sagte, er finde, dass das, was Lauterbach mache – nämlich die Stiko zu attackieren – ein wenig zur Spaltung in der Gesellschaft beitrage.
Mitte August hat die Ständige Impfkommission (Stiko) „nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen“ für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren doch grünes Licht gegeben. Daraufhin hat Lauterbach diese Position auf seinem Twitter-Account unterstützt und reichlich Kritik geerntet.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала