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Lafontaine verteidigt ungeimpften Kimmich mit einem Satz aus geleaktem Pfizer-Liefervertrag

© REUTERS / ANDREAS GEBERTFC-Bayern-Spieler Joshua Kimmich während eines Spieles gegen Dynamo Kiew in München, den 29. September 2021.
FC-Bayern-Spieler Joshua Kimmich während eines Spieles gegen Dynamo Kiew in München, den 29. September 2021. - SNA, 1920, 25.10.2021
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Nach großer Kritik an dem bisher ungeimpften Fußballer Joshua Kimmich nimmt der bekannte Linken-Politiker Oskar Lafontaine den 26-Jährigen in Schutz. Dabei zitiert er aus einem geleakten Liefervertrag der EU mit den Impfstoff-Herstellern Biontech/Pfizer.
„Die Reaktionen auf die Erklärung des Bayern-Stars Joshua Kimmich, dass er nicht geimpft ist, und, weil er die Langzeitfolgen der Impfstoffe nicht kennt, auf einen klassischen Impfstoff (Totimpfstoff) wartet, zeigen einmal mehr, in welchem Zustand sich das deutsche Expertentum befindet“, schreibt Lafontaine am Montag auf Facebook.
Auf Instagram wird Kimmich aktuell in Hunderten Kommentaren überraschenderweise von den Fans gefeiert, für den „Spiegel“ steht jedoch fest: Er sei aus der Vorbildrolle gefallen. Auch die Twitter-Community zeigt sich gespalten: Darf es in seinem Fall eine persönliche Entscheidung bleiben oder soll er sich als Promi mit der geimpften Mehrheit solidarisch zeigen? In der Bundespressekonferenz am Montag bringt Regierungssprecher Steffen Seibert die Hoffnung zum Ausdruck, dass Kimmich sich doch impfen lässt. Alle Fragen zu den Impfungen seien natürlich berechtigt, sagte Seibert, nationale und internationale Experten hätten jedoch zu möglichen Impffolgen „klare und überzeugende Antworten“ bereits gegeben.

Führende Experten gehen nicht von Spätschäden aus

Der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, sowie der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hatten in ihren Erklärungen ebenfalls betont, dass die meisten Nebenwirkungen innerhalb Stunden, Tagen oder seltener Wochen auftreten würden und nicht erst nach Jahren. Die Langzeitstudien als Argument für das Impf-Zögern lehnen die Kritiker von Kimmich, darunter Immunologen, ebenfalls als Ausrede ab.
Doch gerade Oskar Lafontaine, der für seine kritische Haltung gegenüber den Impfstoff-Herstellern bekannt ist, stärkt dem Fußballspieler nun den Rücken. Er verweist auf den Beitrag von Wirtschaftsjournalist Norbert Häring, demzufolge es schon Fälle von Spätschäden gegeben hat – zum Beispiel nach der Impfung gegen Dengue-Fieber.

Lafontaine zitiert aus angeblichem Vertrag mit Pfizer/Biontech

Man müsse noch nicht mal die Fälle kennen, in denen Langzeitfolgen von Impfungen beobachtet worden seien, schreibt Lafontaine weiter, – es genüge, aus den Verträgen, die mit den Impfstoff-Herstellern Biontech/Pfizer geschlossen worden seien, zu zitieren. Dabei zitiert er einen Teil aus den geleakten Verträgen mit Pfizer/Biontech, über die etwa das Portal Nachdenkseiten berichtete. Die Verhandlungen über die Lieferungen führte mit der EU bekanntlich Pfizer, der US-Partner des deutschen Herstellers Biontech –

„Der Käufer erkennt an, dass die langfristigen Wirkungen und die Wirksamkeit des Impfstoffs derzeit nicht bekannt sind und dass der Impfstoff unerwünschte Wirkungen haben kann, die derzeit nicht bekannt sind.“

Hätten der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts und der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission Recht, erklärt Lafontaine dazu, dann wäre der Pharmakonzern nicht auf die Idee gekommen, sich derart abzusichern. Weiter in den geleakten Dokumenten soll es ebenfalls heißen, der Käufer erkläre sich auch bereit, Pfizer, Biontech (und) deren verbundene Unternehmen <…> von und gegen alle Klagen, Ansprüche, Aktionen, Forderungen, Verluste, Schäden, Verbindlichkeiten, Abfindungen, Strafen, Bußgelder, Kosten und Ausgaben freizustellen, zu verteidigen und schadlos zu halten. Es bleibt allerdings offen, ob solch eine Absicherung durch den Verkäufer die Spätschäden wahrscheinlicher macht, als bei den anderen Impfungen.
Leiter der Ständigen Impfkommission Thomas Mertens - SNA, 1920, 25.10.2021
Nur wenig Nebenwirkungen: Stiko-Chef Mertens weist Kimmichs Bedenken zu Corona-Impfung zurück
Für Lafontaine ist es aber ebenfalls merkwürdig, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) immer noch keinen klassischen Impfstoff zugelassen hat – obwohl die chinesischen Tot-Impfstoffe von Sinovac und Sinopharm weltweit millionenfach verimpft werden. Zuletzt bezweifelt er noch ironisch, dass die Pharmaindustrie „nicht den geringsten Einfluss“ auf die Zulassung von Medikamenten habe und die Volksweisheit „Geld regiert die Welt“ längst widerlegt sei.

Auch deutscher Chef-Immunologe weist „Langzeitfolgen“ zurück

Jedoch beharren die führenden Immunologen Deutschlands wie der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, weiter darauf, dass der Bezug auf mögliche Langzeitfolgen von Impfungen von einem „hartnäckigen“ Missverständnis geprägt sei. „Was man bei Impfungen unter Langzeitfolgen versteht, sind Nebenwirkungen, die zwar innerhalb von wenigen Wochen nach der Impfung auftreten, die aber so selten sind, dass es manchmal Jahre braucht, bis man sie mit der Impfung in Zusammenhang gebracht hat“, sagte Watzl gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Nach der abgeschlossenen Immunreaktion einige Wochen nach der Impfung sei auch der Impfstoff aus dem Körper verschwunden. „<..> Dass ich heute geimpft werde und nächstes Jahr eine Nebenwirkung auftritt, das gibt es nicht, hat es noch nie gegeben und wird auch bei der Covid-19-Impfung nicht auftreten“, versicherte er.
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