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„Habe keinen Grund auszutreten“: CDU-Stadtrat lehnt nach Abbruch von TV-Schalte Konsequenzen ab

© AFP 2021 / JOHN MACDOUGALLCDU-Logo
CDU-Logo - SNA, 1920, 25.10.2021
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Der Mannheimer CDU-Stadtrat Thomas Hornung hat Austrittsforderungen aus der Partei wegen einer seinetwegen abgebrochenen Live-Schalte des Südwestrundfunks (SWR) zurückgewiesen.
„Ich habe keinen Grund auszutreten“, sagte der frühere Büroleiter des wegen der Maskenaffäre zurückgetretenen Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Die CDU-Landtagsabgeordneten Tim Bückner aus Schwäbisch Gmünd und Winfried Mack aus Aalen (beide Ostalbkreis) hatten Hornung aufgefordert, die Partei zu verlassen.
Hornung hatte beim Kreisparteitag der Mannheimer CDU am Freitagabend während einer Liveschalte des Südwestrundfunks (SWR) die Reporterin Natalie Akbari so lange unterbrochen und kritisiert, bis diese den Beitrag abbrach.
Akbari war in der TV-Sendung „SWR Aktuell Baden-Württemberg“ zugeschaltet gewesen, um aus dem Sitzungssaal über die Debatte zur Verstrickung der Kreis-CDU in die Geschäfte des ehemaligen Bundestagsabgeordneten Löbel zu sprechen.
Dies empfand der CDU-Stadtrat und ehemalige Büroleiter Löbels, Thomas Hornung, nach eigenen Angaben als störend und unangemessen.
CDU-Logo (Archiv) - SNA, 1920, 24.10.2021
Berichterstattung zu Masken-Affäre: CDU-Stadtrat zwingt Reporterin zu Abbruch von Live-Schalte
Der SWR kritisierte das Vorgehen Hornungs als „fragwürdig“. SWR-Chefredakteur Fritz Frey warf dem Stadtrat am Montag vor, eine geplante Darstellung unterschiedlicher Positionen verhindert zu haben.
Hornung wirft SWR-Team „professionelle Mängel“ vor
Hornung sagte, sein Verhalten sei „situativ“ bedingt und auf professionelle Mängel des SWR-Teams zurückzuführen gewesen. Diese seien beispielhaft für die „erodierende Glaubwürdigkeit“ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der SWR betonte am Montag, sein vordringliches Interesse sei es, weiter sachlich über den Komplex zu berichten. Ort und Zeitpunkt des Interviews seien mit der CDU abgestimmt gewesen.
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