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Deutsche eher skeptisch gegenüber Einführung von Digital-Euro – Umfrage

Geld (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.10.2021
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Europas Währungshüter tüfteln an einer digitalen Version der europäischen Gemeinschaftswährung. Es ist aber noch nicht entschieden, ob ein digitaler Euro überhaupt kommt. Auch potenzielle Nutzer stehen dem eher skeptisch gegenüber.
Laut einer Bundesbank-Umfrage würden nur vier von zehn Bürgern in Deutschland sich grundsätzlich vorstellen, künftig einen digitalen Euro zu nutzen. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Befragten gaben an, die Einführung eines digitalen Euro nicht zu befürworten. Allerdings weist die Bundesbank in ihrem Monatsbericht für Oktober darauf hin, dass „der Begriff des digitalen Euro in der breiten Öffentlichkeit zum Zeitpunkt der Befragung noch weitgehend unbekannt“ gewesen sei. So befürworteten im April 2021 lediglich rund dreizehn Prozent der Befragten die Emission eines digitalen Euro. Bei den Befragten mit Vorkenntnissen zum digitalen Euro fiel die Zustimmungsrate allerdings mit 22 Prozent beinahe doppelt so hoch aus.
Europas Währungshüter prüfen seit einer Weile die mögliche Einführung eines Digital-Euro. Mitte Juli 2021 beschloss die Europäische Zentralbank (EZB), die Vorarbeiten auf die nächste Stufe zu heben: In einer zweijährigen Untersuchungsphase geht es nun etwa um Technologie und Datenschutz. Ob ein digitaler Euro kommen wird, ist damit noch nicht entschieden.
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„Insbesondere überzeugte Barzahler stehen dem digitalen Euro eher skeptisch gegenüber“, stellte die Bundesbank fest. Fast zwei Drittel (61 Prozent) derjenigen, die sich in der Umfrage ablehnend äußerten, befürchten, dass ein digitaler Euro der Einstieg in eine Abschaffung des Bargeldes wäre. Sowohl EZB als auch Bundesbank haben wiederholt versichert, ein digitaler Euro käme als Ergänzung zum Bargeld, nicht als Ersatz für Schein und Münze.
Untersuchungen der Deutschen Bundesbank zur Einschätzung von Zahlungsmitteln legen nahe, dass aus Verbrauchersicht Sicherheit vor Verlust, ein guter Überblick über die Ausgaben, einfache Nutzung und Vertrautheit ebenso wie die Wahrung der Privatsphäre zu den wichtigsten Faktoren bei der Beurteilung der verschiedenen Geldformen gehören. In den Augen der Verbraucher erfüllt Bargeld beinahe alle diese Kriterien besonders gut. Nur hinsichtlich des Schutzes gegen finanziellen Verlust werden Debitkarten als noch besser empfunden.
Zu den wichtigsten Eigenschaften, über die ein digitaler Euro verfügen soll, gehören aus Sicht der Befragen eine einfache Nutzung, die Wahrung der Privatsphäre, Sicherheit in Bezug auf den Datenschutz und eine universelle Einsetzbarkeit. Für viele Befragte stelle ein digitaler Euro eine Chance dar, „die kommerzielle Verwendung personenbezogener Daten durch privatwirtschaftliche Akteure zu vermeiden“, referierte die Bundesbank.
Die Arbeiten an einem digitalen Euro sind eine Antwort der Euro-Zentralbanken auf den steilen Aufstieg von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether. Der große Unterschied: Im Gegensatz dazu stünde ein digitaler Euro unter Aufsicht einer Zentralbank, die die Stabilität der Währung sichere.
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