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Energiekrise in Moldau - Chisinau und Moskau pokern um Gaspreis

© SNA / Jewgeni Odinokow / Zur BilddatenbankDmitri Kosak, stellvertretender Leiter der russischen Präsidialverwaltung (Archiv)
Dmitri Kosak, stellvertretender Leiter der russischen Präsidialverwaltung (Archiv) - SNA, 1920, 25.10.2021
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Die von einer akuten Energiekrise geplagte Ex-Sowjetrepublik Moldau will russisches Gas zu vergünstigten Preisen beziehen. Wie SNA am Montag aus den Verhandlungskreisen in Moskau erfuhr, konnte die moldauische Delegation die russische Seite aber nicht zu Zugeständnissen bewegen.
„Die Abordnung der moldauischen Sozialisten konnte bei den Gesprächen mit dem Vizechef des russischen Präsidialamtes, Dmitri Kosak, in Moskau ihre Bitte nach einem Preisabschlag nicht mit gewichtigen Argumenten belegen“, sagte ein Verhandlungsteilnehmer, der anonym bleiben wollte.

„Unter Berufung darauf, dass die neue Regierung in Moldau ‚unerfahren‘ und ‚jung‘ sei, baten die Sozialisten Moskau, die Gaslieferungen in die Republik nicht einzustellen, um einen Energiekollaps und eine humanitäre Katastrophe in Moldau zu verhindern“, sagte der Experte.

Vertrag nur auf Basis von Marktpreisen

Der russischen Seite zufolge sollte ein neuer langfristiger Gasversorgungsvertrag mit Moldau auf der Basis europäischer Marktpreise geschlossen werden. Dabei erklärte sich Moskau zu einem Preisabschlag von 25 Prozent bereit, falls Moldau die Schulden von etwa 700 Millionen US-Dollar für das bereits bezogene Gas bezahle. Dabei würde Russland auch Teilzahlungen akzeptieren.
Moldau bezog russisches Gas bislang auf der Basis eines 2008 unterzeichneten Abkommens, das am 30. September dieses Jahres ausgelaufen war. Die Seiten konnten sich nicht auf neue Konditionen einigen und verlängerten den Vertrag um einen Monat. Indes stieg der Gaspreis auf etwa 790 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter.

Neuer Gasvertrag noch nicht in Sicht

Die Unterzeichnung eines neuen Gasvertrages bis zum 1. November sei kaum wahrscheinlich, verlautete aus den Verhandlungskreisen am vergangenen Freitag. Es zeichne sich das Risiko einer kompletten Einstellung der Gaslieferungen nach Moldau ab, hieß es.
Gas im Haushalt  - SNA, 1920, 23.10.2021
Wegen Schuldenlast: Verhandlungen zwischen Moldau und russischem Gaslieferanten stocken

Probelieferung aus Polen

Am Montag teilte das Kabinett in Chisinau mit, dass am gleichen Tag ein Vertrag über eine Probelieferung von einer Million Kubikmeter Erdgas aus Polen unterzeichnet worden sei. Das Dokument sei zwischen dem staatlichen moldauischen Energieunternehmen Energocom und dem polnischen Versorger PGNiG zustande gekommen, hieß es auf der Homepage der Regierung.
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