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Russisches Verteidigungsministerium bestellt deutschen Militärattaché ein

© SNA / Alexey MayshevDas russische Verteidigungsministerium
Das russische Verteidigungsministerium - SNA, 1920, 25.10.2021
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Das russische Verteidigungsministerium hat am heutigen Montag den deutschen Militärattaché einbestellt. Dem Attaché ist nach Angaben des Ministeriums eine Note wegen der Äußerungen der Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zur nuklearen Abschreckung von Russland übergeben worden.
Die Äußerungen von Kramp-Karrenbauer würden eine „Zunahme der Spannungen in Europa“ provozieren und nicht zu „einer Normalisierung der Lage“ beitragen, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Moskau.
Zuvor hatte AKK in einem Deutschlandfunk-Interview gesagt, die Nato solle Russland ihre Bereitschaft zeigen, notfalls auch militärische Mittel einzusetzen.
„Wir müssen Russland gegenüber sehr deutlich machen, dass wir am Ende – und das ist ja auch die Abschreckungsdoktrin – bereit sind, auch solche Mittel einzusetzen, damit es vorher abschreckend wirkt und niemand auf die Idee kommt, etwa die Räume über dem Baltikum oder im Schwarzen Meer Nato-Partner anzugreifen“, so Kramp-Karrenbauer.
Auf die Frage des Interviewers, ob Abschreckungsszenarien auch mit Nuklearwaffen der „Weg der Nato” seien, antwortete sie:
„Das ist der Weg der Abschreckung”
Insbesondere in den Schutz der Lufträume müsste mehr investiert werden. Russland verletzt laut der Ministerin angeblich fortlaufend den Luftraum von Nato-Staaten.

Seibert verteidigt Kramp-Karrenbauers Aussagen zu Atomwaffen

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hatte zuvor die jüngsten Äußerungen von Kramp-Karrenbauer als „verantwortungslos“ bezeichnet. Die Ministerin drehe damit an der „Eskalationsschraube“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Annegret Kramp-Karrenbauer (Archivbild) - SNA, 1920, 24.10.2021
Äußerung zu Atomwaffen: Mützenich hält Kramp-Karrenbauers Gedankenspiele für „verantwortungslos“
Regierungssprecher Steffen Seibert hat Kritik an den Aussagen von Kramp-Karrenbauer zur atomaren Abschreckung zurückgewiesen. Solange Nuklearwaffen von einigen Staaten als Mittel der militärischen Auseinandersetzung verstanden würden, bestehe „die Notwendigkeit zum Erhalt einer nuklearen Abschreckung im Rahmen der Nato“, betonte Seibert am Montag in Berlin.
„Das steht auch so im Koalitionsvertrag.“
Russland hatte seinerseits mehrmals betont, keine aggressiven Pläne gegen jegliche Länder zu haben. Alle Flüge russischer Flugzeuge würden in strikter Übereinstimmung mit den internationalen Regeln für die Nutzung des Luftraums über neutralen Gewässern durchgeführt, ohne die Grenzen anderer Staaten zu verletzen.
Der russische Verteidigungsministers Sergej Schoigu  - SNA, 1920, 23.10.2021
Schoigu antwortet AKK: Sollte wohl wissen, wie Aufrufe zur Abschreckung Russlands für Europa endeten
Das russische Militär verzeichnete in letzter Zeit zunehmende Aktivitäten ausländischer Aufklärungsjets- und -drohnen vor den Grenzen Russlands. Wiederholt hat das russische Verteidigungsministerium westliche Partner aufgerufen, derartige Handlungen aufzugeben. Eine Reaktion blieb bisher aus.
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