Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Schweren Herzens“ entschieden: Amnesty International schließt Büros in Hongkong

© REUTERS / TYRONE SIUAmnesty International schließt Büros in Hongkong
Amnesty International schließt Büros in Hongkong  - SNA, 1920, 25.10.2021
Abonnieren
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wird nach eigenen Angaben ihre beiden Büros in Hongkong bis Jahresende schließen. Der Schritt sei auf das von Peking erlassene sogenannte Sicherheitsgesetz zurückzuführen. Die regionalen Aktivitäten würden in andere Büros der Organisation im asiatisch-pazifischen Raum verlagert.
In einer Erklärung kündigte Amnesty an, das lokale Büro bis Ende des Monats zu schließen. Der regionale Hauptsitz werde noch vor Jahresende geschlossen.
Wie die Vorstandsvorsitzende der Organisation, Anjhula Mya Singh Bais, am Montag zur Begründung sagte, macht das Gesetz es Menschenrechtsorganisationen in Hongkong „praktisch unmöglich, frei und ohne Angst vor ernsthaften Vergeltungsmaßnahmen seitens der Regierung zu arbeiten“.
Chinesische Flagge - SNA, 1920, 29.12.2020
Chinas Flagge entweiht: Hongkonger Aktivist zu vier Monaten Haft verurteilt
Zudem dankte Bais den Mitgliedern und Mitarbeitern von Amnesty, die „sich in den letzten 40 Jahren unermüdlich für den Schutz der Menschenrechte in Hongkong und außerhalb seiner Grenzen eingesetzt haben“.
Laut Amnesty ist die Entscheidung „schweren Herzens“ getroffen worden.

China verabschiedete Sicherheitsgesetz

Ende Juni 2020 hatte China das Sicherheitsgesetz für Hongkong verabschiedet. Der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses hatte die Vorlage einstimmig angenommen.
Das Dokument richtet sich in erster Linie gegen Aktivitäten, die die Führung in Peking als subversiv ansieht, sowie gegen Aufwiegelung zum Sturz der zentralen Regierung, gegen Terrorismus und ausländische Einmischung.
Anti-Regierungs-Proteste in Hongkong - SNA, 1920, 15.08.2021
„Haben keine Wahl“: Hongkongs größte Oppositionsorganisation löst sich auf
Im Juli dieses Jahres verhängte ein Gericht in Hongkong erstmals ein Urteil nach dem „Sicherheitsgesetz“. Ein junger Demonstrant wurde wegen Terrorismus und der Anstiftung zum Separatismus zu neun Jahren Haft verurteilt.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала