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Zehn Botschafter zu „personae non gratae“ erklärt: Innenminister Soylu verteidigt Erdogans Vorgehen

© AP Photo / Burhan OzbiliciDer türkische Innenminister Suleyman Soylu
Der türkische Innenminister Suleyman Soylu - SNA, 1920, 24.10.2021
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Der türkische Innenminister, Süleyman Soylu, hat die Entscheidung Ankaras, zehn ausländische Botschafter – darunter auch den deutschen – zu unerwünschten Personen zu erklären, mit scharfen Worten verteidigt.
„Lasst sie mit Kanonen kommen oder mit Gewehren. Lasst sie nicht nur zehn Botschafter, sondern die Botschafter auf der ganzen Welt hier versammeln. Sie können diesem Volk kein Haar krümmen“, sagte Soylu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu am Samstagabend in Istanbul.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Samstag angekündigt, die Botschafter von zehn Staaten zur unerwünschten Person zu erklären. Er habe das Außenministerium dazu angewiesen.
Die betroffenen Diplomaten hatten früher für die Freilassung des Kulturförderers und Menschenrechtsaktivisten Osman Kavala plädiert – auch der Botschafter Deutschlands war daran beteiligt.
Ein solcher Schritt bedeutet in der Regel die Ausweisung der Diplomaten; allerdings wird ihnen dann eine Frist für die Ausreise gesetzt.
Türkische Flagge, Symbolbild - SNA, 1920, 23.10.2021
Erdogan erklärt mehrere Botschafter zu unerwünschten Personen – auch deutscher Diplomat dabei

Oppositionspartei CHP kritisiert Entscheidung

Die größte Oppositionspartei, CHP, kritisierte das Vorgehen gegen die westlichen Diplomaten. Der CHP-Politiker und Ex-Botschafter Ünal Ceviköz warnte vor einer Isolation der Türkei auf internationaler Ebene und forderte Außenminister Mevlüt Cavusoglu dazu auf, den „Fehler“ zu korrigieren. Andernfalls müsse dieser zurücktreten, schrieb er auf Twitter.
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