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„Konflikte und Chaos“: UN-Klimachefin warnt vor Scheitern der Weltklimakonferenz in Glasgow

© REUTERS / Guglielmo MangiapaneProteste vor der Weltklimakonferenz COP26
Proteste vor der Weltklimakonferenz COP26 - SNA, 1920, 24.10.2021
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Die UN-Klimachefin, Patricia Espinosa, hat eine Woche vor Beginn der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow vor einem Scheitern des Treffens gewarnt.
Globale Sicherheit und Stabilität könnten zusammenbrechen, wobei Migrationskrisen und Nahrungsmittelknappheit Konflikte und Chaos mit sich bringen, wenn die Länder es nicht schaffen würden, die Treibhausgasemissionen zu bekämpfen, sagte Espinosa gegenüber dem britischen „Observer“.
Beim Bewältigen der Klimakrise gehe es darum, die Stabilität aller Staaten zu bewahren. „Das katastrophale Szenario würde bedeuten, dass wir massive Flüchtlingsströme haben werden.“

Die Auswirkungen würden „kaskadieren“, fügte sie hinzu. „Das würde weniger Nahrung, also vermutlich eine Ernährungskrise bedeuten. Es würde deutlich mehr Menschen anfällig für schlimme Umstände, terroristische und gewalttätige Gruppen machen. Es würde viele Quellen von Instabilität bedeuten.“

Epinosa sagte, dass es sich nicht nur um das Klima handele, sondern auch um das ganze System, das die Länder so lange aufgebaut haben. Sie verwies dabei auf mehrere Migrationskrisen der Vergangenheit. „Wenn wir das in viel größerem Ausmaß sehen – nicht nur international, sondern auch national – wird das sehr ernsthafte Probleme mit sich bringen“, sagte Espinosa.
Im schottischen Glasgow sollen ab dem kommenden Sonntag rund 200 Staaten zwei Wochen lang beraten, wie das Pariser Ziel noch erreicht werden kann.
Die Klimachefin sprach im Interview auch von möglichen Sanktionen, falls in Glasgow eine Lücke zwischen notwendigen und angebotenen Kürzungen bestehen sollte, was laut Epinosa wahrscheinlich ist. Nationen könnten danach aufgefordert werden, ihre Pläne zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels zu überarbeiten, „obwohl diese Maßnahme wahrscheinlich bei vielen unbeliebt sein wird“.
In Paris hatten sich 2015 mehr als 190 Staaten auf das Ziel geeinigt, die Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad, zu begrenzen. Dazu sollten alle Länder Aktionspläne auflegen. Mit den aktuellen Plänen steuert die Welt einem UN-Bericht zufolge auf 2,7 Grad Erderwärmung mit katastrophalen Folgen zu.
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