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USA erteilen kein Visum in Russland – Sacharowa spricht von „Schikane am Rande von Sadismus“

© SNA / Pressedienst des Außenministeriums RusslandsSprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa (Archivfoto)
Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa (Archivfoto) - SNA, 1920, 24.10.2021
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Die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat die USA vor dem Hintergrund der jüngsten Einstufung Russlands als „obdachlose Nationalität“ aufs Schärfste kritisiert. Aus ihrer Sicht macht das Land aus „einem banalen technischen Verfahren“ der Visa-Erteilung nun eine „richtige Hölle“ für die russischen Bürger.
Nachdem das US-Außenministerium Russen, die ein US-Visum beantragen wollen, in die Kategorie der „obdachlosen Nationalitäten“ (eng. „Homeless Nationalities“) eingestuft hatte, reagierte Sacharowa hart und entschlossen im Netz:
„Sie haben ein technisches, für das 21. Jahrhundert banales Verfahren zu einer wahren Hölle gemacht, der eine Schikane am Rande von Sadismus zugrunde liegt“, schrieb sie am Sonntag in ihrem Telegram-Kanal.
Sacharowa fügte hinzu, dass im Außenministerium „vor langer Zeit etwas Wichtiges kaputt gegangen ist, was immer noch nicht repariert werden kann“.
Jahrelang hätten, so die Politikerin weiter, amerikanische Diplomaten das nicht von ihnen geschaffene System der Erbringung konsularischer Dienstleistungen in Russland zerstört. Sie verwies dabei auf geschlossene Konsulate, die reduzierte Anzahl des konsularischen Personals, Experimente, die auf die Verfolgung der russischen Reaktion abzielten – nämlich darauf, zu schauen, „inwiefern sich unsere Gegenreaktion von einer Spiegelbild-Reaktion unterscheidet“.
„Ist etwa niemand dieser Apologeten dieser schmutzigen Ideologie darauf gekommen, dass sie parallel dazu eben die eigenen Freiheitsideale zerstören?“, fragte Sacharowa weiter.
Dabei geht es aus ihrer Sicht nicht nur darum, den Tourismus und den kulturellen Austausch zu reduzieren. Es sei „ein Schlag für Familien und Verwandte“ – jene Verbindungen, die „ein lebendiges Gewebe der Beziehungen zwischen den Ländern und den sie bewohnenden Völkern“ bildeten.
Dies sei, so Sacharowa weiter, ein Schlag für jene Menschen, die „aufrichtig an die Zusicherungen des westlichen Denkens über die Bewegungsfreiheit geglaubt haben“. Dies betreffe auch den Sport, die Wissenschaft und vieles andere.
„Ich möchte fragen, wo all diese hohen Ideale sind, die so oft jenseits des Atlantiks zur Sprache kommen? Schließlich, sobald es um bestimmte Menschen und ihre Schicksale geht, finden die Menschenrechte plötzlich keinen Platz auf Washingtons Prioritätenliste“, fügte Sacharowa hinzu.
US-Botschaft in Moskau - SNA, 1920, 24.10.2021
Als „obdachlose Nationalität“ eingestuft – USA stellen in Russland keine Visa aus

Russland landet auf „Homeless Nationalities“-Liste der USA

Die Vereinigten Staaten haben Russland am Donnerstag auf die Liste der sogenannten „Homeless Nationalities“ (dt. „obdachlosen Nationalitäten“) gesetzt, wie der Webseite des US-Außerministeriums zu entnehmen ist. Infolge dieser Eintragung wird den russischen Bürgern die Möglichkeit verweigert, ein amerikanisches Visum auf dem Territorium ihres Landes zu erhalten.
Neben russischen Staatsbürgern wurden auch Staatsbürger von Kuba, Eritrea, dem Iran, Libyen, Somalia, dem Südsudan, Syrien, Venezuela und dem Jemen auf die Liste gesetzt.
Russische Staatsbürger, die ein amerikanisches Visum beantragen möchten, könnten dies nun in der polnischen Hauptstadt, Warschau, tun, hieß es.
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