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Mittelmeer: Fast 300 Migranten aus Seenot gerettet – Süditalien nun Hotspot

© AP Photo / Bruno TheveninMigranten in einem Boot im Mittelmeer (Symbolbild)
Migranten in einem Boot im Mittelmeer (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.10.2021
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Die Organisation Ärzte ohne Grenzen hat in mehreren Einsätzen knapp 300 Menschen im zentralen Mittelmeer aus Seenot gerettet – während sich in Süditalien ein neuer Ankunfts-Hotspot anbahnt.
Die Menschen – darunter viele Frauen und Kinder – seien in Schlauch- und Holzbooten unterwegs gewesen, teilte die Organisation mit. Das Hilfsprojekt „Alarm Phone“ meldete zwei weitere Boote mit schätzungsweise insgesamt 120 Menschen in Seenot im Mittelmeer. Eines davon befindet sich demnach in der maltesischen Such- und Rettungszone. Bei Alarm Phone können sich Menschen in Seenot melden.
Die Aktivisten dokumentieren die Fälle nach eigenen Angaben und informieren die zuständigen Küstenwachen.

Neuer Hotspot in Kalabrien

Viele Migranten legen meist von den Küsten Nordafrikas ab und versuchen, die EU in der Hoffnung auf ein besseres Leben zu erreichen oder weil sie Schutz suchen. Ihr Ziel ist oft Italien. Dort bahnt sich laut Medienberichten an der Küste Kalabriens im äußersten Süden des Landes ein neuer Hotspot an. In der Küstenstadt Roccella Ionica und anderen Gemeinden seien bereits etwa 7000 Migranten angekommen – dreimal so viele wie im Vorjahr, schrieb die Zeitung „La Repubblica“.
Viele der Migranten kämen aus Afghanistan, bestätigte die Präsidentin des dortigen Roten Kreuzes am Sonntag im Fernsehsender Rainews 24. Den Berichten zufolge wählen die Menschen die neue Route von Ägypten oder der Türkei, anstatt die italienische Insel Lampedusa anzusteuern, um nicht von den Küstenwachen Libyens abgefangen zu werden. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge trafen am Samstag fast 330 Migranten auf einem Fischerboot in Roccella Ionica ein.
Boot mit illegalen Migranten - SNA, 1920, 20.10.2021
Deutsches Segelschiff rettet 34 Migranten – In Lampedusa angelegt

Keine Kapazitäten für Migranten

Vor Ort sind keine Kapazitäten für so viele Menschen vorhanden. „Roccella hat sehr viel getan, aber kann nicht das Unmögliche schaffen“, zitierte Ansa Bürgermeister Vittorio Zito. In den Medien war gar die Rede davon, Roccella sei das neue Lampedusa.
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