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Dutzende Millionen gebrauchter medizinischer Handschuhe in USA importiert – CNN-Bericht

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Latexhandschuhe (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.10.2021
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Eine CNN-Untersuchung hat ergeben, dass es seit Beginn der Pandemie zu unzähligen Betrugsfällen beim Handel mit medizinischen Handschuhen in ganz Südostasien gekommen ist. Dutzende Millionen gebrauchter Handschuhe sind nach CNN-Angaben unter anderem aus Thailand in die USA importiert worden.
Laut dem Bericht von CNN-Untersuchungsjournalisten geht es um den Verkauf von Millionen gebrauchten Handschuhen, die gewaschen, getrocknet und neu verpackt wurden. Mehrere Handschuhe, die Kunden von betrügerischen Unternehmen bekamen, waren schmutzig und hatten Blutflecke. Die weiteren Ermittlungen haben gezeigt, dass Arbeiter gebrauchte Handschuhe von Hand in Waschschüsseln geschrubbt und mit Lebensmittelfarbe gefärbt hatten. Am öftesten waren sie in Wäschetrocknern getrocknet worden. Solche Handschuhe sollen asiatische Unternehmen laut CNN in der ganzen Welt verkauft und Gewinne von Millionen US-Dollar erwirtschaftet haben.

Der Nachfrage entsprechen

Anfang 2020 ging die Nachfrage nach persönlicher Schutzausrüstung wegen des Corona-Ausbruchs durch die Decke und die Preise für Nitrilhandschuhe stiegen. Doch es war unmöglich, die Produktion schnell zu erweitern, da die fast ausschließlich in Süd- und Ostasien hergestellten Handschuhe auf einem begrenzten Angebot an Naturkautschuk basieren. Dazu noch braucht man hochspezialisierte Fabriken und Herstellerkompetenz in diesem Bereich. Die Produktion von vertrauenswürdigen, etablierten Marken wurde jahrelang im Voraus besprochen. Da die Nachfrage bei Regierungen und Krankenhaussystemen so hoch war, sahen Dutzende zwielichtiger Unternehmen eine Chance auf schnellen Gewinn.

Ausmaß des Problems erst vor kurzem erkannt

Die genaue Zahl der verkauften wiederverwendeten Handschuhe ist unklar. CNN berichtet von einem thailändischen Unternehmen, „Paddy the Room“, das fast 200 Millionen Handschuhe in die USA verkauft hat. Laut dem Experten Douglas Stein ist es angesichts des Ausmaßes des illegalen Handels wahrscheinlich, dass einige Handschuhe in einer medizinischen Einrichtung gelandet sind. Man könne nur hoffen, dass sie keinem Gesundheitspersonal oder keinem Patienten geschadet haben.
Beschwerden über Produkte aus Thailand wurden zuerst im Februar und dann im März dieses Jahres an den US-Zoll und die Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) gemeldet. Aber auch danach, zumindest bis Juli, lieferte der thailändische Exporteur weiterhin minderwertige Handschuhe. Die FDA reagierte erst nach fünf Monaten.
Die US-amerikanischen und die thailändischen Behörden leiteten Untersuchungen auf Grundlage der eingegangenen Beschwerden ein, aber die FDA lehnte es ab, Einzelheiten zu dem Fall bekannt zu geben, und bestätigte nur, dass sie eine Reihe von Schritten unternehmen würden. Laut Douglas Stein haben die amerikanischen Beamten das Ausmaß des Problems erst jetzt wirklich erkannt.

Razzien nicht wirksam

Laut CNN hat die thailändische Gesundheitsbehörde mindestens zehn Razzien gegen Händler von gebrauchten Handschuhen durchgeführt. Aber „Paddy the Room“ wurde nicht geschlossen. Die stellvertretende Generalsekretärin der thailändischen FDA, Supattra Boonserm, sagte gegenüber CNN, dass ihre Agentur Monate später eine ähnliche Einrichtung durchsucht habe. „Sie sind gerade an einen anderen Ort gezogen, in ein anderes Lager“, sagte sie. „Und warum ist das so? Weil die Nachfrage nach Handschuhen immer noch hoch ist. Da draußen warten immer noch Kunden“, fügte sie hinzu.
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