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Drogenskandal in München: Polizist zu Geldstrafe verurteilt – Staatsanwaltschaft legt Berufung ein

Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 24.10.2021
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In einem Drogen-Skandal um das Münchner Polizeipräsidium ist ein Polizist vorige Woche unter Vorbehalt zu einer Geldstrafe von 2250 Euro verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er Dopingmittel gekauft hatte. Nun hat die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, wie aus einer Pressemitteilung des Amtsgerichts München folgt.
Die Staatsanwaltschaft hat demnach ohne Vorbehalt 60 Tagessätze zu je 50 Euro gefordert, also insgesamt 3000 Euro. Es war der erste Prozess in dem Drogenskandal, der im Polizeipräsidium München ausbrach. Weitere dürften folgen, sind aber nach Angaben von Amtsgerichtssprecher Klaus-Peter Jüngst noch nicht terminiert.
Anfang Oktober hatte die Staatsanwaltschaft München berichtet, dass vier Polizisten bereits angeklagt worden seien. Die Anklage gegen einen fünften befände sich im Vorbereitungsstadium.
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Den Polizisten werde unter anderem vorgeworfen, Drogen, mal Marihuana und Kokain, mal auch Ecstasy, besessen, zum Teil erworben, verkauft oder abgegeben zu haben. Zwei Beamten werde Verwahrungsbruch zur Last gelegt, weil sie im Dienst Rauschgift beschlagnahmt und behalten haben sollen. Bei weiteren Taten gehe es um den Verrat von Dienstgeheimnissen oder eine veruntreuende Unterschlagung von Dienstmunition.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Polizeibeamte

Seit Mitte Juli 2018 ermittelt die Staatsanwaltschaft München I nach eigenen Angaben gegen 37 Polizeibeamte und 21 weitere Beschuldigte. Wie es weiter heißt, wurden 16 Verfahren eingestellt, zum Teil wegen eines geringfügigen Tatvorwurfs. Zudem habe man zwölf Strafbefehle beantragt, die zum Teil bereits rechtskräftig seien. In einigen wenigen Fällen werde noch ermittelt.
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In diesem Zeitraum seien 94 sichergestellte Mobiltelefone und 117 sonstige Speichermedien und die damit einhergehenden Sichtung von zirka sieben Millionen Chatnachrichten, etwa 6,7 Millionen Bilddateien und über 130.000 Videodateien ausgewertet worden.
Handschelle (Symbolbild) - SNA
Drogenkriminalität in Deutschland 2020: Tatverdächtige und ihre Herkunft

Im Zusammenhang mit Rauschgiftdelikten wurden in Deutschland im Jahr 2020 insgesamt 284.723 Tatverdächtige registriert, so das Bundeskriminalamt. Zum Vergleich mit dem Jahr 2019 wurde wiederum ein Anstieg (0,1 Prozent) festgestellt. Von der Gesamtzahl der Tatverdächtigen waren 74.022 nichtdeutsch. Jeder Vierte (26 Prozent) war also Ausländer. Dabei dominierten wie im Vorjahr türkische (11,7 Prozent), gefolgt von polnischen (8,7 Prozent) und syrischen (7,5 Prozent) Staatsangehörigen. 20.479 aller Tatverdächtigen waren Zuwanderer. Dies sei ein Rückgang um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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