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Als „obdachlose Nationalität“ eingestuft – USA stellen in Russland keine Visa aus

© SNA / Natalya Seliverstova US-Botschaft in Moskau
US-Botschaft in Moskau - SNA, 1920, 24.10.2021
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Die USA haben Russland zu den sogenannten „homeless Nationalities“ (dt. „obdachlosen Nationalitäten“) erklärt. Infolge dieses Schrittes wird nun den russischen Bürgern die Möglichkeit verweigert, ein amerikanisches Visum auf dem Territorium ihres Landes zu erhalten.
Der Grund für diese Einstufung ist wohl die fehlende konsularische US-Vertretung in Moskau, zu der es nach den US-Sanktionen gegen Russland gekommen war.
Unter die Kategorie der sogenannten „obdachlosen Nationalitäten“ fallen Staaten, auf deren Territorium kein amerikanisches Konsulat vertreten ist. Hinzu kommen auch Staatsangehörige derjenigen Länder, in denen es die Situation Diplomaten aufgrund von Personalmangel in den Botschaften nicht erlaubt, alle ihre Visumanträge zu bearbeiten.
Neben russischen Staatsbürgern wurden auch Staatsbürger von Kuba, Eritrea, dem Iran, Libyen, Somalia, dem Südsudan, Syrien, Venezuela und dem Jemen auf die „Homeless Nationalities“-Liste gesetzt.
Russische Staatsbürger, die ein amerikanisches Visum beantragen möchten, könnten dies nun in der polnischen Hauptstadt Warschau tun, hieß es.

Angespannte Beziehungen zwischen Russland und USA

Mitte April hat Washington die antirussischen Sanktionen erneut ausgeweitet und zehn Diplomaten ausgewiesen. Unter die Strafmaßnahmen fielen demnach 32 natürliche Personen und Organisationen. Die Sanktionen verboten auch US-Finanzinstituten, bei der Erstplatzierung russische Staatsanleihen nach dem 14. Juni zu erwerben.
Als Gegenreaktion nahm Russland die USA in die Liste der „unfreundlichen Staaten“ auf, denen untersagt ist, Russen und Bürger von Drittstaaten für die Arbeit in den Botschaften einzustellen.
Ab dem 1. August musste die US-Botschaft in Moskau ihr Personal an diese Vorgaben anpassen. Laut Botschafter John Sullivan wurde die diplomatische Vertretung auf 120 Personen reduziert und kann konsularische Dienstleistungen nicht vollständig erbringen.
Gleichzeitig wurde die Zahl der US-amerikanischen Vertreter für die Botschaft auf 455 festgelegt.
US-Vize-Außenministerin Victoria Nuland bei der Pressekonferenz in Moskau (Archivbild) - SNA, 1920, 13.10.2021
Nuland: USA setzen auf Aufbau stabiler Beziehung zu Russland
Im Juni, nach dem Gipfeltreffen des russischen und amerikanischen Präsidenten Wladimir Putin und Joe Biden in Genf, begannen Russland und die USA an der Normalisierung der Arbeit der beiden Botschaften zu arbeiten. Nach Ansicht des russischen Außenministers, Sergej Lawrow, steckt dieser Prozess „in der Sackgasse“ fest, da Washington währenddessen Druck auf Moskau auszuüben versucht, um einseitige Vorteile auszuhandeln.
Die vergangene Woche in Moskau angekommene Staatssekretärin im US-Außenministerium, Victoria Nuland, bekräftigt im Anschluss an ihren Besuch die Absicht der USA, an dem Aufbau einer stabilen Beziehung zu Russland festzuhalten.
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