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Wegen Schuldenlast: Verhandlungen zwischen Moldau und russischem Gaslieferanten stocken

© SNA / Konstantin MichaltschewskiGas im Haushalt
Gas im Haushalt  - SNA, 1920, 23.10.2021
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Schwierigkeiten mit der Lieferung von Gas in die Republik Moldau sind laut dem amtlichen Sprecher des russischen Gaskonzerns Gazprom, Sergej Kuprijanow, durch Verschulden von Chisinau entstanden, das den bereits gelieferten Brennstoff nicht bezahlt habe.
„Der Schuldenbetrag beläuft sich auf 433 Millionen Dollar, unter Berücksichtigung der Fristüberschreitung liegt die Schuldensumme bei 709 Millionen Dollar. Dabei wollen Vertreter der Republik Moldau aus irgendwelchen Gründen die angehäuften Schulden nicht anerkennen“, sagte Kuprijanow.
Er merkte ferner an, dass der neue Brennstoffpreis den Behörden des Landes nicht passe, obwohl die Preisbildung völlig den Marktbedingungen entspreche.
Der Sprecher sagte auch, dass das Unternehmen bereit sei, den Vertrag zu verlängern, wenn Chisinau die Schulden begleichen würde.

„Ungeachtet der angehäuften Schulden bittet die moldauische Seite, den Vertrag über die Gaslieferungen im Oktober und November dieses Jahres zu verlängern. Auch in diesem Fall zeigt Gazprom Entgegenkommen, es hat einen Vertrag für den Oktober geschlossen und ist bereit, den Vertrag für den November zu verlängern, wenn die moldauische Seite die September- und die Oktober-Lieferung dieses Jahres vollständig bezahlen würde“, so Kuprijanow.

Falls dies nicht der Fall sein sollte, würde das Unternehmen kein neues Abkommen über Lieferungen ab dem 1. Dezember unterzeichnen und den Gasexport in die Republik Moldau einstellen.

„Hier gibt es keinerlei Politik, Gazprom ist eine Aktiengesellschaft, sie kann nicht zum eigenen Nachteil handeln und Verluste von Steuerzahlungen zulassen. (…) Es gibt ja eine Geduldsgrenze. Die Republik Moldau provoziert die Krise mit eigenen Händen“, so Kuprijanow.

Er sagte weiter, Gazprom sei befremdet über aufgetauchte Informationen, laut denen Chisinau beabsichtige, den Betrieb „Moldovagaz“, der für Schulden hafte, zu liquidieren.
„Die eingegangene Ware sollte rechtzeitig bezahlt werden“, betonte der Sprecher.
Das moldauische Parlament hat am Freitag wegen der angespannten Situation mit Gas den Ausnahmezustand verhängt. Anfang Oktober hatte das Unternehmen ‚Moldovagaz‘ erklärt, dass der Gasverbrauch in der Republik die russischen Gasliefermengen übertreffe, und dazu aufgerufen, Brennstoff einzusparen. Die Situation wird dadurch erschwert, dass Chisinau noch keinen langfristigen Vertrag mit Gazprom geschlossen hat.
Der russische Gaskonzern hat am 1. Oktober den 2008 unterzeichneten Vertrag um einen Monat verlängert. Laut dem Dokument werden die Gaspreise je nach den Weltpreisen für Erdöl gebildet und sind daher auf 790 Dollar je 1000 Kubikmeter für die Republik Moldau gestiegen.
In der zu Ende gehenden Woche hat eine weitere Runde der Verhandlungen über den Gasvertrag stattgefunden. Wie SNA von einer Quelle erfuhr, hat Gazprom den moldauischen Behörden einen fairen Marktpreis mit zusätzlichem Abschlag von 25 Prozent im Austausch gegen die Schuldenzahlung von rund 700 Millionen Dollar vorgeschlagen. Die moldauische Delegation ging nicht auf diese Bedingung ein. Sie forderte, den Marktpreis um die Hälfte herabzusetzen, und berief sich dabei auf einen Mangel an Finanzen.
Außerdem will Chisinau historische Schulden vor Russland nicht anerkennen. Es geht davon aus, dass die Republik Moldau die Gaslieferungen für die Einwohner des von der Republik nicht kontrollierten Transnistriens nicht bezahlen müsse.
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