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Nach Verleumdungsanzeige: Ofarim geht in Offensive – und klagt erneut gegen Hotel-Mitarbeiter

CC BY-SA 4.0 / Sven Mandel / Wikimedia Commons (cropped)Gil Ofarim (Archivbild)
Gil Ofarim (Archivbild) - SNA, 1920, 22.10.2021
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Der Sänger Gil Ofarim hat bei seiner Vernehmung in der vergangenen Woche in München gleich zwei Strafanzeigen gegen einen Mitarbeiter eines Leipziger Hotels erstattet. Wie die Leipziger Staatsanwaltschaft am Freitag laut DPA mitteilte, stellte der Musiker eine weitere Anzeige wegen des Tatvorwurfs der falschen Verdächtigung.
Bislang war nur bekannt, so DPA, dass der Sänger wegen „aller in Betracht kommender Straftaten“ in Bezug auf die Antisemitismus-Vorwürfe Anzeige erstattet hatte. Hintergrund ist, dass der Hotelmitarbeiter Ofarim wegen Verleumdung angezeigt hatte.
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Am Donnerstag hatte der „Tagesspiegel“ unter Verweis auf die Staatsanwaltschaft Leipzig bereits berichtet, dass der Rockmusiker eine Strafanzeige gegen den beschuldigten Hotelmitarbeiter erstattet habe. Eine Woche zuvor reichte der Musiker bereits eine andere Anzeige ein, nachdem der Mitarbeiter in dem Leipziger Hotel „Westin“ ihn Anfang Oktober angeblich antisemitisch angefeindet hatte, indem er Ofarim bei der Anmeldung in der Lobby lange ignorierte und aufforderte, seine Kette mit Davidstern abzunehmen.
Das Video Ofarims löste eine breite Diskussion über den Antisemitismus in Deutschland aus, wobei viele Menschen und Promis ihm den Rücken stärkten. Nachdem allerdings das Bildmaterial von Überwachungskameras in die Medien durchgesickert war, auf dem die Kette nicht zu erkennen war, bezweifelten viele seine Darstellung der Ereignisse.
Einige spekulierten, Ofarim möge schlichtweg keine Hotelschlangen. Die Staatsanwaltschaft wollte laut „Tagesspiegel“ von einer „vorläufigen Bewertung“ des Materialserstmal absehen. Der beschuldigte Mitarbeiter erstattete mittlerweile eine Anzeige wegen Verleumdung.
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Ofarim verteidigte sich, er habe nicht gelogen, er wäre einfach nicht sicher gewesen, ob er die Kette über oder unter dem T-Shirt getragen habe. „Man kann den Stern auch durch das T-Shirt sehen“, so der Sänger.
Nun entschied er sich, auch wegen „falscher Verdächtigung“ gegen den Mitarbeiter rechtlich vorzugehen. Demnach droht dem Beschuldigten eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe.
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