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Konservative gründen Kampagnen-Agentur gegen den „Linksdrift“ in Deutschland

© AP Photo / Jens MeyerFriedrich Merz (Symbolbild)
Friedrich Merz (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.10.2021
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Medienberichten zufolge wollen konservative Kräfte ihre Themen mithilfe einer neuen Kampagnenagentur stärker bewerben. Die Gründung des Projekts „TheRepublic“ hat am Donnerstag Schlagzeile gemacht. Als Unterstützer gelten solche CDU-Größen wie Friedrich Merz und Wolfgang Bosbach. Erste Reaktionen auf sozialen Netzwerken waren bislang kritisch.
Über die Gründung des Projekts berichtete zunächst die „Bild“-Zeitung. „Unsere Mission baut auf dem liberal-konservativen Werteverständnis auf“, heißt es in dem Gründungspapier des Netzwerks. „TheRepublic“ versteht sich „auch als außerparlamentarische Stimme von CDU und CSU“, heißt es in einer Erklärung vom Donnerstag. Die Agentur legt zugleich Wert auf die Feststellung, so die AFP, dass die Organisation nicht von Politikern gegründet wurde.
„Wir stellen uns dem politischen Linksdrift in Deutschland entgegen – mutig, kraftvoll und entschlossen“, lautet eine weitere Mitteilung der Agentur.
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Etwa 1000 freie Mitarbeiter sollen laut der „Frankfurter Rundschau“ die konservative Botschaft in die Welt tragen. Dafür stehen rund 200.000 Euro Startkapital zur Verfügung. Zu den Gründungsmitgliedern des Projekts gehört Armin Petschner-Multari, der bisher den YouTube-Kanal „CSYou“ der CSU moderierte. Caroline Bosbach, Tochter von CDU-Politiker Wolfgang Bosbach, fungiert als eines der Gesichter des Netzwerks.
Zu den Unterstützern gehöre laut Medienberichten der Hamburger CDU-Chef Christoph Ploß, die Mittelstandvereinigung der CDU und Fraktionsvize Carsten Linnemann. Der CDU-Politiker Friedrich Merz soll bei einer Auftaktveranstaltung in Leipzig Ende August für das Projekt geworben haben.
Bisher wurden auf der Website von „TheRepublic“ drei Kampagnen angekündigt. Demnach wollen die Konservativen gegen den „Gender-Wahnsinn“ sowie gegen die mit staatlichen Geldern unterstützten Nichtregierungsorganisationen vorgehen und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk reformieren.

Kalter Empfang

Ein erstes Video, das die Kampagnenagentur am Donnerstag veröffentlichte, verglich das Redaktionsnetzwerk Deutschland mit „Veröffentlichungen rechtspopulistischer Gruppierungen“.
„Darin sind schnell aufeinander folgende Bilder von Krawallen, Feuern und kurze Nachrichtenschnipsel zu sehen.“
Man soll „nicht direkt sagen, dass Inhalte von ‚TheRepublic‘ trumpistisch sind“, fand der Politikberater Johannes Hillje im Gespräch mit Deutschlandradio. Die Kommunikationslogik dahinter sei allerdings ganz ähnlich, so der Experte.
Die Twitter-Community reagierte schnell auf das neue Projekt. Viele sehen darin aber eine Annäherung an den extremen Flügel der AfD.
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