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Tesla mit nächstem Rekordquartal – Neue Verzögerung in Grünheide

© AP Photo / Michael SohnEingang zur Baustelle einer Tesla-Fabrik in Grünheide
Eingang zur Baustelle einer Tesla-Fabrik in Grünheide - SNA, 1920, 21.10.2021
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Nach einem starken Quartal bekräftigt Tesla seine ambitionierten Ziele: 50 Prozent mehr Elektroautos jedes Jahr und irgendwann 20 Millionen Fahrzeuge jährlich. Dafür muss auch die Fabrik in Grünheide bei Berlin laufen. Dort gibt es aber eine neue Verzögerung.
Trotz der weltweiten Chipkrise und Lieferproblemen hat Tesla den dritten Rekordgewinn in Folge eingefahren. Mit 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) verdiente der US-Elektroautobauer im dritten Quartal fast fünfmal mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs um 57 Prozent auf den Rekordwert von 13,8 Milliarden Dollar.

Alle Genehmigungen bis Ende des Jahres?

Zugleich spielt Tesla die Bedeutung des Produktionsbeginns herunter – auch für das zweite US-Werk im texanischen Austin, das ebenfalls fast fertig ist. „Wir sollten nicht davon ausgehen, bis Ende des Jahres Autos aus diesen Werken auszuliefern, selbst wenn wir sie bauen“, sagte Finanzchef Zach Kirkhorn in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Zum einen müssten Regulierer die Modelle abnehmen, zum anderen wolle Tesla selbst erst die Fertigungslinien einfahren, damit die Qualität stimme.
Der Tesla-Manager äußerte sich vage darüber, wie schnell die Produktion in den neuen Werken erhöht werden kann. „Es ist möglich, dass die Sterne günstig stehen und alles schnell läuft. Es ist möglich, dass wir den Großteil des kommenden Jahres damit verbringen werden, die Produktion hochzufahren. Es ist einfach sehr schwer zu sagen“, sagte Kirkhorn. Tesla will in Berlin den Kompakt-SUV Model Y bauen, der auf dem Bestseller „Model 3“ basiert. Bisher werden Model-Y-Fahrzeuge aus China nach Deutschland geliefert.
Tesla-Logo - SNA, 1920, 19.10.2021
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Irgendwann 20 Millionen Fahrzeuge im Jahr

Auf lange Sicht peilt Tesla aber einen Platz in der ersten Riege der Autobranche an. Das langfristige Ziel sei, 20 Millionen Fahrzeuge im Jahr zu bauen, betonte der Finanzchef. Auf dem Weg dorthin peile man eine jährliche Zuwachsrate von 50 Prozent an. Im vergangenen Quartal lieferte Tesla rund 241 000 Autos aus – 73 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Zugleich wird auch Tesla von Engpässen bei Bauteilen und Logistik gebremst, wie Kirkhorn betonte. „Wir haben die Fabriken nicht mir voller Auslastung der Kapazität betreiben können.“ Das zurzeit größte Problem der Branche – die Chipknappheit – trifft den traditionell auf diesen Bereich fokussierten Elektroautobauer aber nicht so stark wie andere Hersteller.
Das vergangene Quartal zeigte auch, dass es Tesla immer besser gelingt, im Kerngeschäft Geld zu verdienen. Früher spielten Einnahmen aus dem Verkauf von CO2-Emissionsrechten an andere Autohersteller oft eine große Rolle, um die Bilanz angesichts hoher Verluste in der Autoproduktion aufzubessern. Jetzt brachten sie noch 279 Millionen Dollar ein – nach 397 Millionen im Vorjahresquartal. Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer zeigte sich vom Geschäftsbericht schwer beeindruckt. „Tesla strotzt vor Kraft, und Grünheide ist noch nicht mal angelaufen“, so der Branchenkenner.
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