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„Ideologie des gesunden Konservatismus“: Putin zu Ansätzen russischer Politik

© SNA / Maxim Blinow / Zur BilddatenbankDer russische Präsident Wladimir Putin
Der russische Präsident Wladimir Putin - SNA, 1920, 21.10.2021
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Russland will sich künftig bei der Gestaltung seiner Ansätze in der Politik von den Grundsätzen eines vernünftigen Konservatismus leiten lassen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich dazu am Donnerstag auf einer Sitzung des internationalen Diskussionsklubs „Valdai“ in Sotschi am Schwarzen Meer geäußert.
„Ich habe schon einmal gesagt, dass wir uns bei der Gestaltung unserer Ansätze von der Ideologie eines gesunden Konservatismus leiten lassen werden. Es war vor einigen Jahren, da erreichten die Turbulenzen in der Weltarena nicht die aktuelle Intensität (...) Jetzt, wo die Welt einen strukturellen Zusammenbruch erfährt, hat die Bedeutung eines vernünftigen Konservatismus als die Grundlage eines politischen Kurses um ein Vielfaches zugenommen“, sagte Putin.
International sei es heute die Uno, die „in der gegenwärtigen turbulenten Welt jenen sehr gesunden Konservatismus der internationalen Beziehungen trägt, welcher für die Normalisierung der Situation so notwendig ist“. Putin hat die Uno als eine Organisation „von bleibendem Wert für alle“ gewürdigt.
Er merkte an, dass die Uno nicht nur der Träger von den Normen, sondern auch von dem Geist der Regelsetzung sei, der auf den Prinzipien der Gleichheit und der maximalen Berücksichtigung der Meinung aller beruhen würde.
„Unsere Pflicht ist es, dieses Erbe zu bewahren – durch eine Reform der Organisation, aber so, wie es heißt, dass das Kind nicht mit dem Bade ausgeschüttet wird“, so der russische Präsident weiter.
Ihm zufolge wird die Uno viel kritisiert. Ihr werde vorgeworfen, sich nicht schnell genug auf rapide Veränderungen einstellen zu können. Das sei „natürlich teilweise fair.“
„Wahrscheinlich ist das nicht nur die Schuld der Organisation selbst, sondern vor allem ihrer Mitglieder“, sagte Putin.
Er sei wichtig, dass die Staaten vereint die Herausforderungen meistern.
„Die globale Herausforderung ist eine Herausforderung für alle zusammen und für jeden einzeln. Und wenn jeder für sich konkrete Vorteile aus der Zusammenarbeit bei der Bewältigung solcher Herausforderungen sehen könnte, dann wird dies zweifellos die Bereitschaft zu einer echten gemeinsamen Arbeit erhöhen“, so der russische Staatschef.
Um eine solche Arbeit anzuregen, würde es sich beispielsweise lohnen, so Putin, auf UN-Ebene eine Art Register der Herausforderungen und Bedrohungen für bestimmte Länder sowie ihrer möglichen Folgen für andere Staaten zu erstellen.

Valdai-Forum

Vom 18. bis zum 21. Oktober findet im russischen Kurort Sotschi am Schwarzen Meer eine Tagung des Diskussionsklubs „Valdai“ statt. Bei der Veranstaltung wird die jährliche Bilanz seiner Tätigkeit gezogen. An dem Treffen nehmen russische und ausländische Politiker und Experten teil. Russlands Präsident Wladimir Putin ist ein Ehrengast der Plenarsitzung am Donnerstag.
Russlands Präsident Wladimir Putin - SNA, 1920, 19.10.2021
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Das Hauptthema der diesjährigen Sitzung des Diskussionsklubs „Valdai“ lautet „Globale Erschütterung XXI: Mensch, Werte, Staat“. Zur Erörterung stehen Probleme der Freiheit, geschlossene Gesellschaften und der internationale Kampf um die technologische Führung. Ein wichtiger Aspekt sind die russische Politik hinsichtlich des Klimawandels und die Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Auf dem Programm des Forums steht zudem die Situation in Afghanistan.
An dem 18. Forum nehmen rund 140 Politiker und Experten teil. 65 davon kommen aus dem Ausland. Die Geschichte des Diskussionsklubs geht zurück bis in das Jahr 2004. Die Mitbegründer der Veranstaltung sind die Nachrichtenagentur RIA Novosti, der Rat für Außen- und Verteidigungspolitik, die Zeitung „Moscow Times“ sowie die Magazine „Russland in der Globalpolitik“ und „Russia Profile“. Das Forum trägt den Namen seines ersten Veranstaltungsortes – der Region um den See Waldai.
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