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Deutscher Außenpolitiker wirbt für LNG als Alternative zu russischem Pipelinegas

© SNA / Dmitri Leltschuk / Zur BilddatenbankGasinfrastruktur am Anlandepunkt der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 in Lubmin, Norddeutschland (Archiv)
Gasinfrastruktur am Anlandepunkt der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 in Lubmin, Norddeutschland (Archiv) - SNA, 1920, 21.10.2021
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Zur Minimierung der Abhängigkeit Europas von russischen Energielieferungen hat ein renommierter deutscher Außenpolitiker für verflüssigtes Erdgas (LNG) als Alternative zum Pipelinegas aus Russland geworben.
„(Russlands Präsident) Wladimir Putin meint es mit Europa nicht gut. Die Gaspreise sind eine Möglichkeit, Europa unter Druck zu setzen, und Putin ist bereit, sie zu nutzen“,erklärte der Chef der Europäischen Volkspartei (EVP), Manfred Weber, in einem Interview des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Donnerstag).
„Man muss dazu sagen, dass Russland bisher seine Lieferverträge immer eingehalten, aber jetzt auch keine Ausweitung angeboten hat“, fügte er hinzu.

Weber: Mehr in Flüssiggas investieren

Die Erkenntnis bleibe: Unabhängigkeit bei der Energieversorgung sei ein wesentliches Ziel der EU. Deswegen bräuchte Europa jetzt zum Beispiel Investitionen in Flüssiggas, das auf der ganzen Welt eingekauft werden könnte, um von Putin unabhängiger zu werden, betonte Weber.
Der Gasmarkt Europas fiebert seit Monaten. Waren Termingeschäfte Anfang August zu einem Preis von etwa 515 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter geschlossen worden, verdoppelte sich der Preis Ende September und kletterte am 6. Oktober auf das historische Hoch von 1937 US-Dollar pro 1000 Kubikmeter. Dann ging er sachte zurück, blieb dennoch außerordentlich hoch.

Gazprom stockt Gasexporte nach Europa massiv auf

Im Oktober hatte der russische Gasmonopolist Gazprom mitgeteilt, dass die Gasexporte an Länder außerhalb der früheren Sowjetunion im Dreivierteljahr 2021 vorläufigen Erkenntnissen zufolge um 15,3 Prozent auf 145,8 Milliarden Kubikmeter aufgestockt wurden. Das sei die zweithöchste Zahl für neun Monate in der Geschichte der Gaslieferungen, so Gazprom. Mehr gepumpt wurde im Zeitraum Januar-September 2018, als ausländische Kunden 149,2 Milliarden Kubikmeter Gas bezogen hatten.
Anlandestation der Gaspipeline Nord Stream 2 in Lubmin, Norddeutschland (Archiv) - SNA, 1920, 20.10.2021
Kiew will sich an Zertifizierung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligen
Gazprom wies mehrmals darauf hin, dass die Gasreserven in europäischen Untergrundspeichern im Vorfeld des herannahenden Winters unzureichend seien. Gazprom-Vorstandschef Alexej Miller führte die hohen Gaspreise Mitte September gerade auf schwach gefüllte Untergrundgasspeicher zurück.
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