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„Sind nicht Afghanistan“: Verteidigungsminister der Ukraine über „Kampf gegen russische Aggression“

CC BY 4.0 / https://www.mil.gov.ua/ / Wikimedia Commons (cropped)Verteidigungsminister der Ukraine Andrej Taran
Verteidigungsminister der Ukraine Andrej Taran - SNA, 1920, 20.10.2021
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Um Partner der USA am Schwarzen Meer „zu beruhigen“, reiste US-Verteidigungsminister Lloyd Austin erstmals nach dem Afghanistan-Debakel nach Kiew. Dort traf er seinen ukrainischen Amtskollegen Andrej Taran. Laut Medien kritisieren beide Verteidigungsminister Moskau scharf. Weiterhin erhält die Ukraine von Washington neue Waffen-Systeme.
Zum ersten Mal nach Abzug der Truppen der USA aus Afghanistan hat US-Verteidigungsminister Lloyd Austin im Rahmen einer Europa-Reise die Ukraine und den dortigen Verteidigungsminister Andrej Taran besucht. Das berichtete am Dienstagabend europäischer Zeit das US-regierungsnahe Militär-Fachblatt „Defense News“.
Demnach „trafen sich Austin und andere Pentagon-Beamte mit ihren ukrainischen Amtskollegen, um die Sicherheit im umstrittenen Schwarzen Meer und die Umsetzung der Verteidigungsreformen der Ukraine zu besprechen, denen Austin und Taran bei ihrem Treffen in Washington im Sommer zugestimmt hatten“.
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Außerdem äußerten sich in Kiew beide Minister zu angeblichen Voraussagen aus Russland, wonach das US-Militär bald auch aus der Ukraine „abziehen könnte“, ähnlich wie in Afghanistan geschehen.
„Ich werde die Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine nicht mit dem Verhältnis zwischen den USA und Afghanistan vergleichen“, sagte Taran, Verteidigungsminister der Ukraine, auf einer Pressekonferenz im Zuge des bilateralen Treffens. Sein Land kämpfe für die eigene Unabhängigkeit und territoriale Integrität, erinnerte er.
„Wir haben keinen Zweifel an der Unterstützung durch unseren strategischen Partner“, betonte er die weiterhin freundlichen Beziehungen Kiews zu Washington.
Er sei davon überzeugt, dass die US-Regierung „unseren Kampf für Unabhängigkeit, zur Abschreckung der russischen Aggression unterstützt“, fügte Taran hinzu.

„US-Verbündete am Schwarzen Meer beruhigen“

US-Verteidigungsminister Austin wollte mit dem Besuch in Kiew „Verbündete der USA in der Schwarzmeer-Region beruhigen“, vor allem nach dem Fehlschlag in Afghanistan und der Taliban*-Machtergreifung, so der Bericht.
Deshalb sprach Austin in Kiew auch von einer „unerschütterlichen Unterstützung für die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine“ durch die US-Regierung. Weiterhin betrachte er die russische Regierung „als ein Hindernis“ für Frieden in der Region. Danach traf er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenski.
„Wir fordern Russland auf, seine Besetzung der Krim zu beenden, den Krieg in der Ostukraine nicht weiter fortzuführen und seine destabilisierenden Aktivitäten entlang der ukrainischen Grenzen zu beenden, seine anhaltenden Cyberangriffe und anderen bösartigen Aktivitäten gegen die Vereinigten Staaten und ihre Partner einzustellen“, forderte der Pentagon-Chef und kritisierte dabei Moskau scharf.
„Defense News“ zufolge habe die US-Regierung der Ukraine weitere „Waffen sowie eine lange Liste von Anti-Korruptionsmaßnahmen und anderen Reformen gegeben“, die die ukrainische Regierung nun umsetzen solle.

Waffen und Militär-Wissen aus Washington für Kiew

Taran lobte „sichere Funkgeräte, Mörser-Gegenradare, bewaffnete Patrouillenboote für Operationen am Schwarzen Meer und weiteres US-amerikanisches Militär-Equipment“.
Die Ukraine erhielt demnach am vergangenen Montag „ihre neueste Lieferung an Verteidigungshilfe aus den USA. Darunter Radar-Überwachungsgeräte, Präzisionsmunition und medizinische Versorgung.“ Das teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit.
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Berater aus dem US-Militär würden darüber hinaus ukrainischen Streitkräften dabei helfen, „Nato-Standards zu erreichen und teilen deshalb ihre eigenen Erfahrungen bei Kampfhandlungen gegen die Russische Föderation“, hieß es.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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