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Wegen „Schändung“: Deutscher Arzt in Zürich verurteilt

Arzt (Symbolbild) - SNA, 1920, 20.10.2021
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Ein deutscher Arzt ist wegen eines sexuellen Missbrauchs in der Schweiz zu einer Bewährungsstrafe sowie zu einer Entschädigungszahlung verurteilt und mit einem Berufsverbot belegt worden.
Laut der Anklage hatte der 51-Jährige eine damals 18-jährige Patientin im Intimbereich untersucht, obwohl sie wegen Erkältungssymptomen zu ihm kam. In einem am Mittwoch veröffentlichten Entscheid bestätigte ein Berufungsgericht in Zürich die Verurteilung wegen „Schändung“. Der Mediziner wurde zu einer 15-monatigen Bewährungsstrafe sowie zu einer Entschädigungszahlung von 1500 Franken (1400 Euro) an die junge Frau verurteilt. Der Arzt kann auch noch vor dem Schweizer Bundesgericht dagegen berufen.
In der Berufungsverhandlung in Zürich bestritt der Angeklagte, dass er die Patientin missbraucht habe. Als sie im Oktober 2019 ein Ärztezentrum im Kanton Zürich aufsuchte, habe er die Frau auch wegen früherer Beschwerden untersuchen wollen und eine mögliche Eileiterschwangerschaft oder Blinddarmentzündung ausschließen wollen. Laut der Staatsanwältin war diese Erklärung jedoch nicht glaubhaft, da in den genauen Patientenakten des Arztes die Untersuchung im Intimbereich nicht dokumentiert war.
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