Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Geschichte russlanddeutscher Künstlerdynastie in Moskau vorgestellt

© Foto : Tretjakow-GalerieE. Jansson-Maniser „Champion-Eisläuferin Isakowa“
E. Jansson-Maniser „Champion-Eisläuferin Isakowa“ - SNA, 1920, 20.10.2021
Abonnieren
In der Neuen Tretjakow-Galerie am Krimski Wal ist eine erweiterte Ausstellung von Skulpturen der Bildhauer Matwej Maniser und Elena Jansson-Maniser eröffnet worden. Die Geschichte der russlanddeutschen Maniser-Dynastie umfasst fast 150 Jahre. Die Veranstaltung ist Teil des Deutschlandjahres in Russland.
Maniser ist eine Dynastie von Deutschen, die nach Russland kamen und hier lebten, deren Kreativität sich seit fast 150 Jahren manifestiert. Der Gründer der Dynastie war Heinrich Maniser (1847-1925). Als Student an der St. Petersburger Kaiserlichen Akademie der Künste war er am Entwurf der Christi-Erlöser-Kathedrale in Moskau beteiligt. Das Schaffen seines Sohnes, des Bildhauers Matwej Maniser (1891-1966), fiel in die Sowjetzeit, und er konnte die revolutionären Veränderungen nicht ignorieren. Matwej Maniser schuf viele monumentale Bilder von Führern des Sowjetstaateswie Lenin und Stalin, die später zerstört wurden. Die Moskauer sind dem Bildhauer dafür dankbar, dass er die U-Bahn-Station „Platz der Revolution“ mit seinen Skulpturen geschmückt hat. Die realistische Linie in seinem Werk hat der Vertreter der dritten Generation der Künstlerdynastie Hugo Maniser (1927–2016) fortgeführt. Ein aktiv reisender Landschaftsmaler bereiste er die gesamte Sowjetunion, ganz Russland. Bemerkenswert ist, dass er seine Sammlung dem Staat geschenkt hat.
Wie der deutsche Botschafter in Russland, Dr. Géza Andreas von Geyr, bei der Eröffnung der Ausstellung sagte, verkörpere die Maniser-Dynastie den Erfolg vieler Russlanddeutscher. Die Völker Russlands und Deutschlands seien und bleiben in guten wie in „dunklen“ Zeiten immer eng verbunden. Dass die Menschen in beiden Ländern bis heute eine besondere Sympathie füreinander haben, sei in vielerlei Hinsicht das Verdienst der Russlanddeutschen, weil sie darin die Rolle einer besonders wertvollen verbindenden Brücke spielen, so Botschafter von Geyr.
Die Ausstellung präsentiert Werke von Maniser aus der Sammlung der Tretjakow-Galerie. „Die Vorbereitung hat ein ganzes Jahr gedauert. Wir haben jedes Werk sorgfältig ausgewählt. In der Ausstellung sind verschiedene Skulpturengenres zu sehen, in denen die Maniser tätig waren: Monumentalskulptur, Innenskulptur, Kleinskulptur und Staffeleiskulptur. Es gibt auch das Thema Sport, das in den 1920er – 1930er Jahren so beliebt war, und mehrere Fragmente monumentaler Werke. Hier kann man auch über die Moskauer U-Bahn sprechen, für die sowohl Elena Jansson-Maniser als auch Matwej Maniser gearbeitet haben“, sagte Irina Sedowa, Leiterin der Skulpturenabteilung der Tretjakow-Galerie.
Die Fondation Louis Vuitton in Paris - SNA, 1920, 22.09.2021
Legendäre russische Impressionisten-Sammlung in Paris zu sehen
Die Maniser gingen als herausragende Meister der bildenden Kunst in die Geschichte der russischen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts ein. Mit Unterstützung des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur wurde zum Jubiläum eine Monografie herausgegeben, die dieser herausragenden Künstlerdynastie gewidmet ist. Die Gäste der Veranstaltung hatten die Möglichkeit, die Geschichte der Maniser-Dynastie anhand des Bildbandes kennenzulernen, der ebenfalls im Rahmen der Ausstellungseröffnung präsentiert wurde: von Porträts Heinrich Manisers aus der Zarenzeit über Bronzeskulpturen seines Sohnes Matwej Maniser und seiner Schwiegertochter Elena Jansson-Maniser bis hin zu Fotografien des Enkels von Hugo Maniser und weiterer Familienmitglieder.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала