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Kiew will sich an Zertifizierung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligen

© SNA / Dmitri Leltschuk / Zur BilddatenbankAnlandestation der Gaspipeline Nord Stream 2 in Lubmin, Norddeutschland (Archiv)
Anlandestation der Gaspipeline Nord Stream 2 in Lubmin, Norddeutschland (Archiv) - SNA, 1920, 20.10.2021
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Der Betreiber des ukrainischen Gastransportsystems hat nach eigenen Angaben bei der Bundesnetzagentur die Teilnahme an der Zertifizierung der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 beantragt.
„Wir widersetzen uns dem geopolitischen Projekt Nord Stream 2 weiterhin konsequent. Denn es gefährdet die nationale Sicherheit der Ukraine, verletzt die Rechte und kommerziellen Interessen des ukrainischen Gastransportsystems, unterhöhlt die europäische Energiearchitektur, verstößt gegen Prinzipien der Solidarität der EU im Energiebereich und stellt die Sicherheit der Gasversorgung Europas infrage“, schrieb Unternehmenschef Sergej Makogon am Mittwoch auf Facebook.
Demnach werde die Inbetriebnahme der Gasleitung die „dominierende Stellung“ von Gazprom nur verstärken und nicht zur Diversifizierung der Gaslieferungen beitragen.
„Die Kapazitäten der beiden Nord-Stream-Leitungen sind überschüssig. Das Ziel besteht darin, das leistungsstarke Gastransportsystem der Ukraine als eine alternative Route für Gaslieferungen nach Europa vom Markt zu verdrängen und den Großteil des Transits in einem schmalen Korridor durch die Ostsee zu konzentrieren“, betonte Makogon.

Naftogaz will ebenfalls mit dabei sein

Zuvor hatte auch der ukrainische Energieversorger Naftogaz einen ähnlichen Antrag gestellt. Naftogaz-Chef Juri Witrenko zufolge wird Kiew darauf bestehen, dass die neue Gaspipeline nicht zertifiziert werden dürfe, weil die Freigabe gegen die europäische Gesetzgebung verstoßen würde.
Die Bundesnetzagentur hatte bereits der Teilnahme der polnischen PGNiG an der Zertifizierung von Nord Stream 2 zugestimmt. Warschau möchte sichergehen, dass dabei Forderungen des Dritten Energiepakets der EU eingehalten würden, wonach Förderung und Transport von Erdgas nicht von ein und demselben Unternehmen betrieben werden dürfe.

Baerbock weiterhin gegen das Pipeline-Projekt

Grünen-Chefin Annalena Baerbock plädierte am Mittwoch dafür, Nord Stream 2 vorerst keine Betriebserlaubnis zu erteilen. Nach europäischem Energierecht müsse der Betreiber „ein anderer sein als derjenige, der das Gas durchleitet“.
„Solange das ein und derselbe Konzern ist, darf die Betriebserlaubnis nicht erteilt werden“, sagte Baerbock im Gespräch mit der Funke Mediengruppe.
Ein Straßenschild von Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 20.10.2021
„Pragmatismus wird im Endeffekt die Oberhand gewinnen“ – Russlands Botschafter zu Nord Stream 2

Betreiber: Keine Inbetriebnahme ohne Zertifizierung

Die Nord Stream 2 AG - Betreiber der Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 – will nicht ohne die ausstehende Zertifizierung durch deutsche Behörden mit dem Gastransport starten. „Nord Stream 2 trifft alle notwendigen Vorkehrungen, um die Einhaltung geltender Regeln und Vorschriften zu gewährleisten“, teilte der Betreiber am Mittwoch auf Anfrage mit. „Dazu gehört auch das deutsche Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das die EU-Gasrichtlinie in deutsches Recht umsetzt“, hieß es.
Über die beiden Stränge von Nord Stream 2 sollen bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland direkt nach Deutschland transportiert werden. Die Pipeline wurde am 10. September komplett fertiggebaut.
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