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Afghanistan
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Gespräche im „Moskauer Format“ mit Taliban begonnen

© SNA / Alexej Kudenko  / Zur BilddatenbankTaliban-Vertreter bei den Gesprächen in Moskau, 20.10.2021
Taliban-Vertreter bei den Gesprächen in Moskau,  20.10.2021 - SNA, 1920, 20.10.2021
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In Moskau haben Verhandlungen des so genannten „Moskauer Formats“ zu Afghanistan begonnen. An den Beratungen nehmen Delegationen aus zehn Ländern der Region, der russische Außenminister Sergej Lawrow und die Delegation der derzeit in Afghanistan herrschenden radikal-islamistischen Organisation Taliban* teil.
Die Delegation der Taliban wird vom Vizepremier Abdul Salam Hanafi angeführt. Auf der Agenda stehen die militär-politische Lage in Afghanistan nach dem Machtwechsel sowie humanitäre Kooperation und Kabinettsbildung. Obwohl die Taliban die Zusammensetzung der Regierung noch Anfang September bekannt gaben, sind viele Länder der Ansicht, dass sie entgegen den Versprechungen nicht alle ethno-konfessionellen und politischen Kräfte des Landes vertritt.
Das „Moskauer Format“ der Konsultationen zu Afghanistan wurde im April 2017 ins Leben gerufen. Es bringt elf Länder zusammen, die an der Regelung der Lage in Afghanistan interessiert sind. Dazu gehören Russland, Afghanistan, China, Pakistan, Iran, Indien, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan.
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Moskau lädt traditionell die USA zu Treffen im Moskauer Format ein. Washington nahm aber nicht an allen Treffen teil. Auch diesmal kam kein US-Vertreter nach Moskau, was in Washington mit „logistischen Problemen“ entschuldigt wurde. Das letzte Treffen des Moskauer Formats fand im September 2018 statt. Das nunmehrige Treffen ist das dritte in Folge.
Die Taliban haben im August vor dem Hintergrund des US-Truppenabzugs aus Afghanistan die Macht ergriffen. Dies löste eine humanitäre, wirtschaftliche und politische Krise im Land aus. Die Nachbarstaaten leiden unter riesigem Zustrom von Flüchtlingen.
* Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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