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Israel-Treue und Unterstützung der freien Marktwirtschaft: Was Döpfner von Mitarbeitern verlangt

CC BY-SA 3.0 / International Students’ Committee / Wikimedia CommonsSpringer-CEO Mathias Döpfner (Archivbild)
Springer-CEO Mathias Döpfner (Archivbild) - SNA, 1920, 19.10.2021
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In einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ hat Springer-CEO Mathias Döpfner klargemacht, welchen Leitlinien sich Springer-Mitarbeiter unterwerfen müssen. Die Journalistin Caitlin Johnstone findet das „erfrischend“.
In einem aktuellen Beitrag auf ihrer Seite lenkt die australische Journalistin und Assange-Vertraute Caitlin Johnstone im Zusammenhang mit der Übernahme des US-Nachrichtenmagazins „Politico“ durch Springer die Aufmerksamkeit auf die Firmenpolitik im deutschen Medienhaus. Konkret bezieht sie sich auf die Aussagen von Springer-CEO Mathias Döpfner in einem Interview, das er jüngst dem „Wall Street Journal“ gab.
Darin sagte Döpfner, von den Mitarbeitern von „Politico“ werde unter Führung von Springer erwartet, den Leitprinzipien des Konzerns zu folgen, darunter die Unterstützung eines geeinten Europas, die Daseinsberechtigung des Staates Israel und die freie Marktwirtschaft. „Diese Werte sind wie eine Verfassung, sie gelten für jeden Mitarbeiter in unserem Unternehmen“, so Döpfner gegenüber dem „Wall Street Journal“. Wer damit ein grundlegendes Problem habe, solle nicht für Axel Springer arbeiten.
Caitlin Johnstone kommentiert in ihrer gewohnt spitzen Art:
„Ich meine, wie erfrischend ist das denn? Dass ein Milliarden-Unternehmen ein Medium aufkauft und einem geradeheraus sagt, dass es das benutzen wird, um Propaganda zu verbreiten? Sie sagen dir sogar, um welche Propaganda es sich handeln wird. Das gibt dir das Gefühl, dass deine Intelligenz respektiert wird.“
Während es für milliardenschwere Medien-Unternehmen durchaus normal sei, den globalen Kapitalismus und das Apartheidsregime in Israel zu unterstützen, seien sie normalerweise nicht so ehrlich, das auch zu sagen, so Johnstone. Normalerweise würden sie vorgeben, objektiv, frei und wahrheitsgemäß über das zu berichten, was in der Welt passiere. Und die Leitung erkläre gewöhnlich nicht frei heraus, welche Art von Wirklichkeitsverzerrung ihre Reporter betreiben müssten, um nicht gefeuert zu werden.
Dass Döpfner die freie Marktwirtschaft propagiere, überrasche nicht vor dem Hintergrund, dass er mehr als eine Milliarde Dollar wert sei und der Axel Springer Konzern geschätzte 6,8 Milliarden Dollar. Zudem sei er mit der Tochter eines ehemaligen Mitglieds der Geschäftsführung der Deutschen Bank verheiratet, erinnert Johnstone. Döpfner bezeichne sich gern als nicht-jüdischer Zionist und sehe es als deutsche Verpflichtung an, Israel zu unterstützen.
„Während ich davon überzeugt bin, dass es bessere Wege gibt, die deutsche Vergangenheit zu sühnen, als den rassistischen Apartheids-Ethnostaat zu unterstützen, der eine ethnische und religiöse Minderheit in einem Freiluft-Konzentrationslager einsperrt, um der mörderischen, imperialistischen westlichen Macht mit Sitz in Washington geostrategische Vorteile zu verschaffen, ist eine solche Transparenz erfrischend von jemandem, der die öffentliche Meinung in diesen Belangen manipulieren wird.“
Wenn die Deutschen ihre Ehrlichkeit in Bezug auf plutokratische Massenpropaganda verbreiten könnten, wäre allen geholfen, so das zynische Resümee der Journalistin.
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