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US-Sonderbeauftragter für Afghanistan tritt zurück – Sein bisheriger Vize folgt ihm im Amt

© REUTERS / Jonathan ErnstSonderbeauftragter der Vereinigten Staaten für Afghanistan Zalmay Khalilzad tritt zurück
Sonderbeauftragter der Vereinigten Staaten für Afghanistan Zalmay Khalilzad tritt zurück  - SNA, 1920, 19.10.2021
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Nach dem Rücktritt des Sonderbeauftragten der Vereinigten Staaten für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, übernimmt sein bisheriger Stellvertreter Thomas West den Posten, wie aus einer Mitteilung des US-Außenministers, Antony Blinken, folgt, die auf der offiziellen Webseite der Behörde veröffentlicht wurde.
„Thomas West, der zuvor als stellvertretender Sonderbeauftragter tätig war, wird der nächste Sonderbeauftragte für Afghanistan sein“, heißt es.
Bei der Obama-Administration war West laut Blinken im nationalen Sicherheitsteam unter Leitung des damaligen Vizepräsidenten, Joe Biden, tätig.
Am Montag reichte Zalmay Khalilzad sein Rücktrittsgesuch ein. Wie aus einem Schreiben von Khalilzad an Blinken, das der Zeitung „The Washington Post“ vorlag, hervorgeht, ist jetzt die Zeit gekommen, zurückzutreten, weil die USA in eine neue Phase ihrer Politik gegenüber Afghanistan eintreten.
„Ich habe entschieden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist“, sagte Khalilzad. „An einem Punkt, an dem wir in eine neue Phase unserer Afghanistan-Politik eintreten“, zitierte ihn das Blatt.
In seinem Brief wies er darauf hin, dass die Vereinbarungen zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban* nicht so wie vorgesehen eingehalten worden seien. Khalilzad habe versprochen, seine Gedanken über die Gründe einer solchen Entwicklung der Situation demnächst mitzuteilen.
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Khalilzad war noch im September 2018 vom damaligen US-Präsidenten, Donald Trump, zum Sonderbeauftragten für Afghanistan ernannt worden. Beim Präsidenten George W. Bush war Khalilzad US-Botschafter in Afghanistan, im Irak und später ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen.

Machtübernahme in Afghanistan

Am 9. und 10. Oktober hatte sich eine Delegation der Vereinigten Staaten in der katarischen Hauptstadt Doha mit ranghohen Vertretern der radikal-islamistischen Taliban erstmals seit deren Machtübernahme im August in Afghanistan getroffen. Laut dem Sprecher des US-Außenministeriums Ned Price verlief die Zusammenkunft „offen und professionell“.
Die Taliban starteten eine großangelegte Operation, um die Kontrolle über Afghanistan zu gewinnen, nachdem die USA angekündigt hatten, ihre Streitkräfte von dort abzuziehen.
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Am 15. August waren Truppen der radikal-islamischen Organisation kampflos in Kabul eingedrungen, während sich der ehemalige Präsident Ashraf Ghani auf die Flucht begeben hatte. Am 6. September verkündeten die Taliban die Errichtung der Kontrolle über das gesamte Territorium Afghanistans. Zurzeit wird das Land von einer Übergangsregierung verwaltet, der ausschließlich Mitglieder der radikalen Bewegung angehören.
*Unter anderem von der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit (Armenien, Kasachstan, Kirgistan, Russland, Tadschikistan, Belarus) als Terrororganisation eingestuft, deren Tätigkeit in diesen Ländern verboten ist.
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