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Mann in Liberia gibt gefundene 50.000 US-Dollar zurück und wird mit Staatsorden ausgezeichnet

© AP Photo / Anthony DuoEmmanuel Tuloe hat gefundene 50.000 US-Dollar der rechtmäßigen Besitzerin zurückgegeben
Emmanuel Tuloe hat gefundene 50.000 US-Dollar der rechtmäßigen Besitzerin zurückgegeben - SNA, 1920, 19.10.2021
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Ein Teenager in Liberia, der verlorenes Bargeld im Wert von 50.000 US-Dollar der rechtmäßigen Besitzerin zurückgegeben hatte, hat für seine gute Tat eine Anerkennung des Staates erhalten: Der liberianische Präsident George Weah hat ihm eine Auszeichnung versprochen. Dies berichtet die Zeitung „Liberian Observer“ am Dienstag.
Bei einem persönlichen Treffen mit dem liberianischen Staatsoberhaupt am Montag wurde der junge Mann namens Emmanuel Tuloe für seinen „außergewöhnlichen Sinn für Moral und gute Staatsbürgerschaft“ gelobt, die laut dem Präsident den anderen als Vorbild diene sollen. Zudem versprach der liberianische Staatschef, dass Tuloe bei der nächsten nationalen Investiturzeremonie mit einem der höchsten Orden des Landes für seine Ehrlichkeit ausgezeichnet werden sollte.
Darüber hinaus wurde dem 19-Jährigen ein Stipendium angeboten, mit dem er eine Bildungseinrichtung seiner Wahl in Liberia besuchen kann, und zwar bis zum Magisterabschluss. Zudem schenkte Präsident Weah dem Teenager eine Prämie im Wert von 10.000 US-Dollar sowie zwei „brandneue“ Motorräder, damit Tuloe seine Lebensumstände verbessern und sich finanziell selbst versorgen könne.
„Obwohl oft gesagt wird, dass Tugend ihre eigene Belohnung ist, glaube ich, dass Sie zusätzlich für diese tugendhafte Tat belohnt werden sollten, die einer hart arbeitenden Geschäftsfrau auf eine wundersame Weise Rettung und Erleichterung brachte“, wird der Präsident von der Zeitung zitiert.
Tuloe, der die Schule in der siebten Klasse hatte abbrechen müssen, um mit seinem Motorrad als Taxifahrer Geld für seine Familie zu verdienen, hatte vor dem Treffen mit dem Präsidenten gesagt, er werde mit dem Staatschef über seine Ausbildung sprechen. „Ich werde ihm sagen, dass ich wieder zur Schule gehen möchte“, äußerte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP.
„Ich werde ihn bitten, andere junge Leute zu ermutigen, das Motorradfahren aufzugeben und zur Schule zu gehen, weil es (das Taxi-Geschäft) nichts einbringt“, äußerte er.
Zuvor hatte die Nachrichtenagentur AP berichtet, dass ein Teenager aus der liberianischen Stadt Gblor Dialah ein Geldbündel am Straßenrand gefunden hatte, das in eine Plastiktüte eingewickelt worden war. Der spektakuläre Fund ereignete sich am 12. Oktober, als Emmanuel Tuloe mit seinem Motorradtaxi auf einem Highway unterwegs war. Später hat sich herausgegeben, dass die 50.000 US-Dollar einer Geschäftsfrau gehören, die im Radio ihren Verlust bekannt gab und einen Finderlohn ankündigte. Tuloe gab das Geld der Besitzerin zurück. Die Geschäftsfrau habe ihn mit Bargeld im Gesamtwert von etwa 1500 US-Dollar und Gegenständen belohnt, schilderte er gegenüber AP.
Geld, Symbolbild - SNA, 1920, 01.09.2021
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Im Liberia, wo viele Menschen in Armut leben, hat Tuloes Handlung offenbar entgegengesetzte Reaktionen hervorgerufen: Einige haben ihn als Nationalhelden gepriesen, während anderen ihn für seine Ehrlichkeit verspottet haben. Er selbst musste im Interview mit AP zugeben, dass mehrere Fahrerfreunde ihm nicht mehr helfen wollten, wenn er eine Panne mitten auf der Straße habe: „Sie sagen, ich habe mich dumm verhalten, als ich das Geld gefunden und zurückgegeben habe.“ Allerdings machte der Teenager deutlich, dass er seine Entscheidung nicht bereut, und riet anderen, Geld, Handys oder andere vorgefundene Gegenstände, den rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben.
Nach Angaben der Weltbank lebten 2016 50,9 Prozent der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze. 68 Prozent der Armen des Landes leben in ländlichen Gebieten, wo die Armutsquote 71,6 Prozent beträgt – in den Städten macht der Wert 31,5 Prozent aus.
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