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Große Supermarkt-Ketten wie „Kaufland“ und „Rewe“ werden 2G nicht umsetzen

CC BY-SA 4.0 / Fridolin freudenfett / Wikimedia Commons (cropped)Supermarkt "Rewe" in Berlin (Archivbild)
Supermarkt Rewe in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 19.10.2021
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Niedersachsen und nun Hessen haben rechtliche Rahmen geschaffen, wonach Supermärkte künftig nur noch geimpfte und genesene Menschen in ihre Filialen lassen könnten. Doch laut Medien werden große Lebensmittel-Ketten wie „Kaufland“ oder „Rewe“ diese 2G-Regel nicht anwenden.
„Zweites Bundesland macht Weg frei für neue Regelungen in Supermärkten. So reagiert der Lebensmittel-Riese aus der Schwarz-Gruppe.“ Das berichtete die „Frankfurter Rundschau“ am Dienstag mit Blick auf Hessen, das als weiteres Bundesland nach Niedersachsen nun die freiwillige 2G-Regel für Supermärkte eingeführt hat.
„Kaufland“ ist der angesprochene Lebensmittel-Händler, der deutschlandweit über 700 Filialen und Supermärkte anbietet. Dieser hätte nun die Möglichkeit, nur noch Geimpfte und Genesene in seine Geschäfte zu lassen. Die rechtliche Grundlage dafür sei gegeben.

„Als Lebensmitteleinzelhändler, der die Grundversorgung sicherstellt, sind wir von der 2G-Regelung nicht betroffen. Wir werden diese weder in noch außerhalb Hessens umsetzen. In unseren Filialen gelten nach wie vor die bekannten Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht.“ Das sagte eine Sprecherin des Unternehmens laut Medien.

Somit werde die große Supermarkt-Kette ihre Türen weiterhin für alle Kunden offenhalten. Wie die „Berliner Morgenpost“ berichtete, würden sich auch die Märkte der Rewe-Gruppe – die bundesweit etwa 3400 Standorte unterhalten – gegen die Nutzung des 2G-Modells in Hessen aussprechen. Außerdem gehe die hessische Staatskanzlei nicht davon aus, „dass Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon Gebrauch machen werden“.
Twitter (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.10.2021
Hessen lässt 2G-Regel auch für Supermärkte zu – Auf Twitter hagelt es Kritik

2G: Eine gute Handlungsgrundlage

Als grundsätzlich positiv wird die Entscheidung für ein mögliches 2G im Lebensmittelhandel vom Handelsverband Deutschland (HDE) aufgenommen. Gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“ erklärte HDE-Geschäftsführer Stefan Genth: „Das Urteil lässt den Händlern die Wahl, ob sie eine 2G-Regelung anwenden wollen oder eben nicht.“ Dies biete eine gute Handlungsgrundlage.
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich zuletzt gegen die Einführung der 2G-Regelung in Supermärkten ausgesprochen. „Der Zugang zu Grundnahrungsmitteln und anderen Produkten zur Grundversorgung muss allen Menschen offenstehen, auch Ungeimpften“, sagte er.
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