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Cannabis-Legalisierung: Lindner will kontrollierten Verkauf in Apotheken

© REUTERS / ANNEGRET HILSEFDP-Kanzlerkandidat Christian Lindner am 27. September 2021
FDP-Kanzlerkandidat Christian Lindner am 27. September 2021 - SNA, 1920, 19.10.2021
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Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich für eine kontrollierte Abgabe von etwa Haschisch in Apotheken ausgesprochen, sollten Cannabis-Produkte in Deutschland legalisiert werden.
„Ich bin für eine kontrollierte Abgabe, und deshalb muss eine gesundheitliche Aufklärung stattfinden können“, sagte der Politiker am Sonntag im Sender Bild TV. Seiner Ansicht nach sollten Cannabis-Konsumenten „beispielsweise in einer Apotheke nach gesundheitlicher Aufklärung eine Menge für den eigenen Gebrauch erwerben dürfen“.
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Den Verkauf in „Coffeeshops“ nach niederländischem Vorbild lehnte er somit ab. Es gehe ihm um „Kriminal- und Gesundheitsprävention“ und nicht um „die Legalisierung eines Rechts auf Rausch“, so Lindner.
Der Deutsche Hanfverband (DHV) lehnte seinen Vorschlag entschieden ab. „Cannabis für Genusszwecke gehört in Cannabis-Fachgeschäfte“, teilte der DHV via Twitter am Montag mit und betonte, Apotheken sollten der Ausgabe von medizinischem Cannabis und anderen Medikamenten vorbehalten bleiben.
Das Vorstandsmitglied der Linke, Niema Movassat, bezeichnete die Herangehensweise Lindners als „problematisch“. Die Apotheken würden ja auch von Kindern frequentiert, schrieb Movassat am Dienstag. Er befürwortete stattdessen den Verkauf in Cannabis Social Clubs und Cannabisfachgeschäften, wo man auch beraten werden könnte.
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Auch der Bundesvorsitzende der FDP-Jugendorganisation Junge Liberale, Jens Teutrine, hält lizensierte Fachgeschäfte im Fall der Legalisierung für sinnvoll, „um Qualitätsstandards, Aufklärung, Jugend- und Gesundheitsschutz sicherzustellen“.
Bislang ist der Verkauf von Cannabis-Produkten in Deutschland offiziell verboten. Dieser könnte aber unter einer Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP eventuell legalisiert werden.
Cannabis (Symbolbild) - SNA
Drogenabhängigkeit in Deutschland

In Deutschland sind 309.000 Personen von Cannabis abhängig, eine Amphetamin-Abhängigkeit liegt bei 103.000 Menschen und eine Kokainabhängigkeit bei 41.000 Personen vor, so die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen unter Verweis auf die Hochrechnungen des Epidemiologischen Suchtsurveys aus dem Jahr 2018.

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