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Chinesische Mondmission Chang’E-5 bietet neue Einblicke in Evolution des Erdtrabanten

CC BY-SA 4.0 / ClayM300 / Wikimedia Commons (cropped)Chinesische Mondmission Chang’E-5
Chinesische Mondmission Chang’E-5 - SNA, 1920, 19.10.2021
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Chinesische Forscher kommen zu neuen Erkenntnissen über die Evolution des Mondes: Er war länger vulkanisch aktiv und kühlte langsamer aus, als bislang angenommen. Die Ergebnisse der chinesischen Mondmission Chang’E-5, die Ende 2021 Mondgestein auf die Erde gebracht hatte, wurden in der Fachzeitschrift „Nature“ vorgestellt.
Mit knapp zwei Kilogramm Mondgestein kehrte am 17. Dezember 2020 die chinesische Chang’E-5-Mission zurück auf die Erde – 40 Jahre nachdem US- und Sowjetmissionen Proben vom Erdtrabanten auf die Erde befördert hatten.
Als Landeplatz hatten die Chinesen einen jungen Mondkrater mit Basaltgebilden ausgewählt, die Vulkanausbrüche geformt hatten. Das Ziel war es, anhand des Basalts mehr über die chemische und thermische Evolution des Mondes zu erfahren.

Längere Vulkanaktivität des Mondes

Die Analyse des Gesteins verändert in der Tat das Bild von der Mondaktivität. Frühere Gesteinsuntersuchungen hatten zu dem Ergebnis geführt, dass die Vulkan-Aktivität auf dem Mond vor etwas unter drei Milliarden Jahren aufgehört hatte. Die neuen Proben konnten die Chinesen allerdings auf ein Alter von 2,03 Milliarden Jahren datieren, was die Vulkanaktivität des Erdtrabanten um 800 bis 900 Millionen Jahre verschiebt. Das Innere des Himmelkörpers befand sich demnach deutlich länger in Entwicklung als angenommen.
Vollmond - SNA, 1920, 09.09.2021
Warum fliegt die chinesische Mondsonde gerade wieder zum Mond?

Langsamere Abkühlung des Mondes

Die chinesischen Forscher untersuchten außerdem den Wassergehalt der Proben. Im Vergleich enthielten die Proben weniger Wasser als solche aus älteren Vulkanregionen. Für den niedrigen Wassergehalt wird eine längere Vulkanaktivität verantwortlich sein, was mit der ersten Analyse übereinstimmt.
Zudem ergab die Untersuchung, dass die Eruptionsquelle für das junge Basalt weniger Hitze abstrahlende Elemente enthielt als erwartet. Daraus folgt, dass die Abkühlung des Mondes länger gebraucht haben könnte, als zuvor in der Forschung angenommen. Zusammen können die Ergebnisse der chinesischen Forscher eine Basis für neue Modelle zur thermalen Evolution des Himmelskörpers bieten.
Die Ergebnisse der Forscher wurden am Dienstag in drei Beiträgen in der Fachzeitschrift „Nature“ präsentiert.
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