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„Ohne ausreichende Konsultationen“: Seoul besorgt über Tokios Plan zu Ablassen von Fukushima-Wasser

© AFP 2021 / PHILIP FONGGeigerzähler im AKW Fukushima (Archivbild)
Geigerzähler im AKW Fukushima (Archivbild)  - SNA, 1920, 18.10.2021
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Südkorea hat sich besorgt über den Plan Japans geäußert, kontaminiertes Wasser aus dem 2011 havarierten Atomkraftwerk Fukushima in den Pazifik freizusetzen, wie die Agentur Yonhap am Montag unter Verweis auf eine Quelle im südkoreanischen Außenministerium berichtete.
Am Freitag besuchte der japanische Premierminister, Fumio Kishida, das Atomkraftwerk Fukushima und sagte, dass die geplante Entsorgung des Abwassers aus dem AKW ins Meer nicht verschoben werden könne.
Kishida hält nach eigenen Worten an dem Plan seines Vorgängers fest, das Wasser ab 2023 ins Meer abzulassen.
„Japans Entscheidung wurde ohne ausreichende Konsultationen mit den Nachbarstaaten getroffen“, zitierte die Agentur einen ranghohen Beamten des Außenministeriums.
„Wir haben ernsthafte Bedenken gegen seinen Plan geäußert, der die Gesundheit und Sicherheit unserer Bevölkerung sowie die Meeresumwelt beeinträchtigen könnte.“
Wie es weiter heißt, wird Südkorea weiterhin mit der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO), zusammenarbeiten, um die Entsorgung des Abwassers des AKW Fukushima genau zu überwachen.
Protest gegen Freisetzung des nuklearen Wassers in Südkorea - SNA, 1920, 20.04.2021
Aus Protest gegen Freisetzung nuklearen Wassers: Südkoreanische Studenten rasieren sich Köpfe
Die IAEO habe zugesagt, sich eng mit Seoul und anderen interessierten Ländern über die Freisetzung des Wassers von Fukushima in den Ozean zu beraten, um deren Auswirkung auf die Umwelt zu bewerten.
Zuvor hatten japanische Experten behauptet, dass die jährliche Strahlung im Raum der Freisetzung von Abfällen in den Ozean zwischen 0,052 und 0,62 Mikrosievert und etwa 1,3 Mikrosievert in der Atmosphäre liegen werde. Die natürliche Strahlenbelastung betrage 2100 Mikrosievert pro Jahr.

Havarie im AKW Fukushima

Derzeit werden fast 1,3 Millionen Tonnen verstrahltes Kühlwasser in riesigen Behältern im Kraftwerk Fukushima Daiichi gespeichert, wofür jährlich ungefähr 100 Milliarden Yen (766,5 Millionen Euro) ausgegeben werden. Die Lagerkapazitäten sollen bald erschöpft sein. Die Wasserableitung wird allmählich über Jahrzehnte hinweg erfolgen.
Behälter mit kontaminiertem Wasser im Kraftwerk Fukushima Daiichi, Okuma, Japan, der 13. Februar 2021 - SNA, 1920, 13.04.2021
Japan will kontaminiertes Fukushima-Wasser ins Meer ablassen
Am 11. März 2011 war es nach einem Erdbeben und einem folgenden Tsunami im Atomkraftwerk Fukushima in drei Reaktoren zur Kernschmelze gekommen. Die Anlage geriet außer Kontrolle. Große Mengen Radioaktivität wurden freigesetzt, über 100.000 Menschen mussten die Region verlassen.
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