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Gazprom: Deutlich mehr Gas ins Ausland geliefert

© SNA / Pawel LwowProzesslinie im GPP Amur (Archivbild)
Prozesslinie im GPP Amur (Archivbild) - SNA, 1920, 18.10.2021
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Der russische Energieriese Gazprom hat in den ersten neuneinhalb Monaten dieses Jahres nach eigener Aussage mehr Gas ins Ausland geliefert als im Vorjahreszeitraum.
Allein nach Deutschland sei die Menge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28,2 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag in Sankt Petersburg mit. Insgesamt 152,2 Milliarden Kubikmeter Gas wurden demnach in Länder außerhalb der früheren Sowjetrepubliken exportiert. Das seien 17,6 Milliarden Kubikmeter (13,1 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum.

Habeck: „Russland drosselt die Gaszufuhr“

Gazprom veröffentlichte seine Zahlen inmitten der Diskussion über hohe Gaspreise. Russland hatte zuletzt mehrfach Vorwürfe des Westens zurückgewiesen, es missbrauche seine Marktmacht, um die Preise in die Höhe zu treiben. Der Grünen-Co-Chef Robert Habeck sagte am Sonntag in der ARD: „Wir sind abhängig von Russland, Russland drosselt die Gaszufuhr. Die Speicher sind nicht voll und die Nachfrage ist hoch.“
Russland begründet die hohe Nachfrage nach Gas unter anderen mit dem vergangenen Winter, der kälter war als sonst, und der besser laufenden Konjunktur nach Einbrüchen wegen der Corona-Pandemie.
Mitarbeiter des russischen Energiekonzerns Gazprom an einer Gasförderstation in Russland (Archivbild) - SNA, 1920, 18.10.2021
Seibert auf SNA-Frage: Gazprom ist seinen vertraglichen Lieferverpflichtungen nachgekommen
Gazprom zufolge wurde von Januar bis Mitte September 16,6 Prozent mehr Gas für den russischen Markt bereitgestellt. Insgesamt seien in dem Zeitraum 399,4 Milliarden Kubikmeter Gas gefördert worden.
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