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Nach Flut in Deutschland: Hannover Rückversicherer rechnet mit höheren Prämien

© REUTERS / StringerFlutkatatrsophe in der Provinz Shanxi
Flutkatatrsophe in der Provinz Shanxi  - SNA, 1920, 18.10.2021
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Nach den verheerenden Hochwasserschäden im Sommer in Deutschland rechnet Hannover Rück, der als weltweit drittgrößter Rückversicherer gilt, mit deutlich steigenden Preisen für Rückversicherungsschutz, wie aus einer Mitteilung des Verbandes auf seiner Webseite am Montag hervorgeht.
„Das Jahr 2021 wird nach den schrecklichen Unwetterkatastrophen im Juni und Juli eines der schadenträchtigsten Jahre im deutschen Markt werden“, sagte Dr. Michael Pickel, Vorstandsvorsitzender der deutschen Hannover-Rück-Tochter E+S Rück.
Des Weiteren drückte er allen Betroffenen sein Mitgefühl aus und versicherte, dass das Unternehmen seinen Teil zur Bewältigung der Schäden leisten werde.
„Nachdem bereits das Vorjahr von hohen Belastungen aus der Covid-19-Pandemie geprägt war, erfordern die jüngsten Unwetterschäden, die Niedrigzinsen sowie die Preisanstiege im Baugewerbe eine spürbare Erhöhung der Rückversicherungspreise“, so Pickel.
Wie es weiter heißt, hat die Flutkatastrophe im Juli in Deutschland Versicherungsschäden von über acht Milliarden Euro verursacht.
Hinzu kämen weitere Hagel- und Starkregenereignisse, sodass für das Jahr 2021 mit den größten jemals verzeichneten versicherten Schäden durch Naturkatastrophen in Deutschland zu rechnen sei.
Flutkatastrophe in Deutschland - SNA, 1920, 01.09.2021
„Wir stehen zusammen in der Not“: Bund erstattet bis zu 80 Prozent der Flutschäden
Insgesamt gehe die E+S Rück in Deutschland vor dem Hintergrund der starken Schadenbelastungen von spürbaren Preis- und Konditionsanpassungen in der Sachsparte, vor allem bei Naturkatastrophendeckungen, aus.

Bund erstattet bis zu 80 Prozent der Flutschäden

Anfang September erklärte der Bund, er werde Privatleuten und Unternehmen bis zu 80 Prozent der Flutschäden erstatten. Davor hatte das Kabinett entschieden, dass in besonders begründeten Fällen auch der gesamte Schaden ausgeglichen werden kann.
Im Juli hatte die Bundesregierung ein millionenschweres Soforthilfsprogramm für die vom Hochwasser besonders betroffenen Bundesländer verabschiedet.

Flutkatastrophe in Deutschland

Mitte Juli hatten Unwetter mit ungewöhnlich starken Regenfällen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen eine Hochwasserkatastrophe ausgelöst. Dabei waren mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt.
Überschwemmung in Leshan, China (18.08.2020) - SNA
Gesamtschäden durch Naturkatastrophen 2020

Durch Naturkatastrophen 2020 sind weltweite Schäden in Höhe von rund 210 Milliarden US-Dollar entstanden, folgt aus der Jahresbilanz der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft „Munich Re“. Davon waren etwa 82 Milliarden US-Dollar versichert. Damit lagen die Gesamtschäden ebenso wie die versicherten Schäden deutlich über denen des Vorjahres (166 Milliarden und 57 Milliarden). Die teuerste Naturkatastrophe des Jahres war demnach ein schweres Hochwasser in China während des Sommermonsuns. Die Gesamtschäden betrugen damals rund 17 Milliarden US-Dollar, nur etwa zwei Prozent waren versichert.

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