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Mehr Geldautomatensprengungen in Deutschland

Geldautomat (Symbolbild) - SNA, 1920, 17.10.2021
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17,1 Millionen Euro haben Geldautomatensprenger im vergangenen Jahr in Deutschland erbeutet – 12,5 Prozent mehr als noch 2019. Das geht aus einer Statistik des BKA hervor, die der DPA vorliegt.
„Automatensprenger aus den Niederlanden sind eine große Bedrohung für das gesamte westliche Europa“, zitiert die DPA Michael Will, den Leiter der Abteilung Eigentumskriminalität bei Europol. Zwei Drittel der Täter kommen demnach aus den Niederlanden.
Inzwischen seien die Tatorte nicht nur im grenznahen Bereich zu den Niederlanden, sondern bundes- und europaweit, sagt der Europol-Vertreter. Das hänge damit zusammen, dass vor einigen Jahren die Niederlande ihre Präventionsmaßnahmen verbessert haben. So habe sich im Nachbarland die Zahl der Geldautomaten verringert.
Kasse (Symbolbild) - SNA, 1920, 15.10.2021
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Der Zugang zu den Geräten wurde erschwert, außen hängende Automaten finde man kaum noch. Und auch die Geldsumme in den Automaten wurde geringer, so Will:
„Warum soll ich in den Niederlanden einen Automaten mit 20.000 Euro sprengen, wenn ich in Deutschland bis zu 500.000 Euro erbeuten kann?“
Eine Sprecherin der Deutschen Kreditwirtschaft teilte der DPA mit, dass die Banken in Deutschland in den vergangenen Jahren schon einige Maßnahmen getroffen hätten, um ihre Automaten sicherer zu machen. Das reiche von der Schließung besonders gefährdeter Automaten in der Nacht über die Aufschaltung von Einbruchsmeldungen bis zum Einsatz von Anti-Gas- und Vernebelungssystemen. Dennoch steigen die Zahlen.
Laut BKA wurden im vergangenen Jahr 414 Fälle registriert, 18,6 Prozent mehr als noch 2019 – ein Höchstwert seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2005. „Die Bedrohungslage durch Sprengungen von Geldautomaten in Deutschland ist weiterhin hoch“, berichtet das BKA. Nach einem leichten Rückgang besonders schwerer Fälle im Vorjahr sei es 2020 zu einem Höchstwert seit 2005 gekommen.
Zugleich nahmen die Anzahl der Tatverdächtigen sowie der festgestellte Beuteschaden zu. „Auffallend war im Jahr 2020 insbesondere der sprunghafte Anstieg von Sprengungen von Geldautomaten unter Verwendung fester Explosivstoffe.“ Solche Fälle würden ein hohes Risiko für Leib und Leben von unbeteiligten Dritten oder Einsatzkräften beinhalten.
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