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Saudi-Arabien: Keine Abstandsregeln mehr für Gebete in Mekka

© REUTERS / SAUDI PRESS AGENCYDie Große Moschee in der muslimischen heiligen Stadt Mekka in Saudi-Arabien seit Sonntag wieder ohne Begrenzung geöffnet
Die Große Moschee in der muslimischen heiligen Stadt Mekka in Saudi-Arabien seit Sonntag wieder ohne Begrenzung geöffnet - SNA, 1920, 17.10.2021
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Die Große Moschee in der muslimischen heiligen Stadt Mekka in Saudi-Arabien ist laut lokalen Medienberichten seit Sonntag wieder ohne Begrenzung geöffnet. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Gläubigen Schulter an Schulter gebetet.
Am Sonntag wurden die Bodenmarkierungen zur Einhaltung derAbstandsregeln entfernt. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahr verrichteten am Sonntag Reihen von Gläubigen die Fajr-Gebete (Morgendämmerung) in der Moschee, ohne die Abstandsregeln einzuhalten.
Für Anfang dieser Woche hat Saudi-Arabien Lockerungen der COVID-19-Beschränkungen auch in anderen Lebensbereichen angekündigt. Ab Sonntag braucht man keine Schutzmasken mehr im Freien tragen; die Lockerung gilt jedoch nicht für geschlossene Räume.
Die Lockerungsmaßnahmen ermöglichen auch für die Große Moschee und dieProphetenmoschee in Medina, die beiden heiligsten Stätten des Islam, den unbegrenzten Zugang für die Gläubigen zum Gebet.
Keine Einschränkungen gelten außerdem ab Sonntag für vollständig Geimpfte in Restaurants, Kinos, bei Sportveranstaltungen und Hochzeiten sowie im öffentlichen Nahverkehr. Vollständig geimpft sind in Saudi-Arabien rund 60 Prozent der 34 Millionen Einwohner.

Wallfahrten nur mit Einschränkungen möglich

Wegen Corona fand auch die muslimische Wallfahrt Hadsch nach Mekka zwei Jahre in Folge nur mit starken Einschränkungen statt. Beim vergangenen Hadsch im Juli wurden dafür 60.000 Gläubige zugelassen und damit nur ein Bruchteil der rund 2,5 Millionen, die sonst anreisen. Der Hadsch zählt zu den fünf Grundpflichten für Muslime und ist die größte Versammlung von Muslimen weltweit.
Im vergangenen August kündigte Saudi-Arabien an, geimpfte Ausländer aufzunehmen, die die Umrah, eine kleinere, aber auch wichtige Pilgerfahrt, machen wollen.
Die Corona-Pandemie hat die Wallfahrten Hadsch und Umrah, normalerweise die wichtigsten Einnahmequellen des Königreichs, massiv gestört. Die finanziellen Verluste haben nach Angaben des Mediennetzwerks AlJazeera insgesamt etwa zwölf Milliarden US-Dollar jährlich betragen.
Huthi-Rebellen (Archivfoto) - SNA, 1920, 13.10.2021
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