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FDP-Chef Lindner wirbt für Ampel und will Finanzminister werden

© REUTERS / THILO SCHMUELGENFDP-Parteichef Christian Lindner
FDP-Parteichef Christian Lindner  - SNA, 1920, 17.10.2021
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Kurz vor der Entscheidung der Freien Demokraten über Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen spricht sich FDP-Parteichef Christian Lindner für eine Ampel-Koalition aus. Der 42-Jährige selbst möchte in der zukünftigen Regierung Finanzminister werden.
Im Sondierungspapier seien viele Anliegen der FDP enthalten: Von soliden Finanzen über Investitionen in saubere Technologien und Digitalisierung, bessere Bildung und neue Aufstiegschancen bis zur gesellschaftlichen Liberalität, sagte Lindner der „Bild am Sonntag“.
Die Gespräche bezeichnete er als professionell, diskret und fair. „Selten gab es eine größere Chance, Gesellschaft, Wirtschaft und Staat zu modernisieren. Diese Chance wollen wir nicht verstreichen lassen.“
Lindner verwies darauf, dass die Union Wahlkampf gegen die FDP gemacht habe. „Unsere Koalitionsaussage war inhaltlich: Wir treten nur in eine Regierung der Mitte ein, die den Wert der Freiheit stärkt“, betonte er. Im Bund werde die FDP die Anliegen der Wählerinnen und Wähler von CDU und CSU im Blick behalten. „Würden wir in eine Regierung eintreten, wäre es ja unsere Aufgabe, dort die bürgerliche Mitte insgesamt zu vertreten.“
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Auf die Frage, wie er als möglicher Finanzminister die teuren Projekte der Ampelkoalition finanzieren wolle, sagte der 42-Jährige: „Die Schuldenbremse des Grundgesetzes bleibt erhalten. Steuererhöhungen kommen nicht.“ Diese Leitplanken seien wichtig, betonte Lindner. Innerhalb des Haushalts müssten Spielräume gesichert werden, um Vorhaben zu finanzieren, etwa zur Kinderförderung.
„Bei der Erneuerung unseres Landes kommt es allerdings nicht auf staatliche Subventionen an, sondern auf private Investitionen. Für sie wollen wir uns um bessere Bedingungen kümmern.“
Die SPD hatte die Bundestagswahl am 26. September mit 25,7 Prozent knapp für sich entschieden. Die Union war mit 24,1 Prozent der Stimmen nur zweitstärkste Kraft geworden. Auf Platz drei landeten die Grünen (14,8 Prozent), gefolgt von der FDP (11,5) und der AfD (10,3). Nun steuern SPD, Grüne und FDP auf Koalitionsverhandlungen für eine Ampel-Regierung zu. Der SPD-Vorstand votierte laut der Deutschen Presse-Agentur (DPA) noch am Freitag einstimmig für Verhandlungen. Bei den Grünen stand am Sonntag ein Kleiner Parteitag an, die FDP-Führung soll am Montag entscheiden.
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