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Armenien meldet erneuten Beschuss eines Grenzdorfes durch Aserbaidschan

© AFP 2021 / Karen MinasyanGrenzkontrollpunkt zwischen Armenien und Aserbaidschan
Grenzkontrollpunkt zwischen Armenien und Aserbaidschan - SNA, 1920, 17.10.2021
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Der armenische Menschenrechtler und Ombudsmann Arman Tatojan hat am Samstagabend auf seiner Facebook-Seite von einem erneuten Beschuss des Dorfes Jerasch in der Region Ararat an der Grenze zu Aserbaidschan berichtet.
Bereits am Freitag hat das armenische Verteidigungsministerium auf seiner Internetseite über den Beschuss von Jerasch durch die aserbaidschanische Seite informiert, bei dem angeblich eine Scheune und ein Heuhaufen niedergebrannt wurden. Verletzt wurde laut den Angaben niemand.
Am 16. Oktober gegen 23.00 Uhr (Ortszeit) schossen die aserbaidschanischen Streitkräfte laut dem Menschenrechtler auf das Dorf Jerasch in der Region Ararat.
„Geschossen wurde absichtlich auf zivile Gebäude“, schrieb Tatojan auf der Facebook-Seite und merkte an, dass dabei das Heu eines Dorfbewohners verbrannt worden sei.
Des Weiteren fügte Tatojan hinzu, dass durch das rechtzeitige Eintreffen der Feuerwehr der Brand lokalisiert werden konnte, damit er nicht auf die Gebäude übergriff.
Ihm zufolge sei es für das aserbaidschanische Militär offensichtlich, dass „es den Dorfbewohnern schadet, ihr Eigentum zerstört, sowie ihr Recht auf Leben, Eigentum, friedliche Existenz und Sicherheit verletzt“.
Tatojan sehe in solchen Aktionen wieder einmal die Notwendigkeit, die in der Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarats vom 27. September 2021 enthaltene Forderung zur „Schaffung einer entmilitarisierten Sicherheitszone“ zu erfüllen.
Grenzkontrollpunkt zwischen Armenien und Aserbaidschan - SNA, 1920, 17.09.2021
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Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan

Armenien und Aserbaidschan hatten vom 27. September bis zum 9. November vergangenen Jahres einen neuen Krieg um die seit langem umkämpfte Region Bergkarabach geführt. Aserbaidschan holte sich dabei weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen Gebietes zurück. Während der Kämpfe kamen rund 6500 Menschen auf beiden Seiten ums Leben.
Ende Juli wurden die Feuergefechte an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze wieder aufgenommen. Baku erklärte, Armenien habe gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen. Eriwan gab bei einer Schießerei an der Grenze zu Aserbaidschan in der Region Gecharkunik drei Tote und fünf verletzte armenische Soldaten bekannt.
Später bestätigten die Parteien eine Einigung über einen Waffenstillstand an der Grenze. Nach Angaben der armenischen Militärabteilung wurde die Einigung unter Vermittlung russischer Friedenstruppen erzielt.
Zuvor war die Lage an der Grenze zwischen Aserbaidschan und Armenien eskaliert.
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